Besucher der WeihnachtsZauber genannten Veranstaltung auf dem Gendarmenmarkt in Mitte zahlen dort bis auf die Zeit zwischen 11 und 14 Uhr täglich einen Euro Eintritt. Der Platz ist anders als das Areal vor dem Charlottenburger Schloss nicht als Grünanlage, sondern vielmehr als öffentliches Straßenland ausgewiesen. „Und dafür haben wir vom Bezirksamt Mitte auch eine Sondernutzungsgenehmigung mit Eintritterlaubnis erhalten“, sagt Helmut Russ.
Wie der Geschäftsführer der WeihnachtsZauber Gendarmenmarkt GmbH der Berliner Morgenpost am Freitag erläuterte, wurde der Weihnachtsmarkt 2003 auf Initiative des Runden Tisches Tourismus mit Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) initiiert.
„Ziel dieses Weihnachtsmarktes war es von Anfang an, dort hochwertige Stände mit Kunsthandwerk und gehobene Gastronomie zu bieten, die auch ein internationales Publikum ansprechen, statt Profitmaximierung mit irgendwelchen billigen Dönerbuden zu verfolgen“, so Russ. Das Eintrittsgeld werde ausschließlich für das weihnachtliche Showprogramm auf dem Gendarmenmarkt genutzt, „das Restgeld führen wir sozialen Projekten zu“.
So unterstütze die WeihnachtsZauber GmbH beispielsweise das jährliche Weihnachtsfest für Obdachlose von Frank Zander oder auch die Jenny De la Torre Stiftung, die sich in Berlin für eine niedrigschwellige gesundheitliche Versorgung von Obdachlosen engagiert.
„Wir haben das Thema Eintrittsgeld damals von Anfang an mit dem Bezirksamt diskutiert und legen dort auch jedes Jahr unsere Finanzen offen“, sagte Russ. Ein solch umfangreiches Unterhaltungsprogramm, wie es der WeihnachtsZauber täglich auf dem Gendarmenmarkt biete, sei über die reine Standgebühr nicht finanzierbar, „da müssen Sie schon Eintritt nehmen“, so Russ. Dass Eintrittsgeld für die Lenkung von Besucherströmen erforderlich sei, wie der Veranstalter des Weihnachtsmarktes vor dem Charlottenburger Schloss argumentierte, glaubt Russ nicht.




