Bread & Butter

Statt Mode - Zalando will Event für Flüchtlinge veranstalten

Zalando plant die Modemesse Bread & Butter im Flughafen Tempelhof. Doch die Flüchtlingsnot hat den Onlinehändler zum Umdenken gebracht.

Bread & Butter: Models zeigen Mode auf dem Gelände des früheren Flughafens Tempelhof

Bread & Butter: Models zeigen Mode auf dem Gelände des früheren Flughafens Tempelhof

Foto: dpa

Die Modemesse Bread & Butter wird im Januar 2016 nicht als als Fashion Event für Konsumenten stattfinden. Der Berliner Online-Händler Zalando hat sich entschieden, stattdessen Anfang des Jahres ein Charity Event zu veranstalten. Zalando wolle angesichts der Flüchtlingsproblematik Verantwortung übernehmen, hieß es seitens des Unternehmens.

Zuvor hatte Zalando an einem neuen Konzept für die wiederauferstandene Bread & Butter im ehemaligen Flughafen Tempelhof gearbeitet. Doch nun soll aus der Konsumentenmesse eine Wohltätigkeitsveranstaltung werden. Der genaue Termin stehe noch nicht fest, auch nicht, ob das Event unter dem Namen "Bread & Butter" firmieren werde. Das sagte eine Sprecherin dem Schuhkurier.

Wegen des großen Andrangs von Flüchtlingen und fehlender Unterkünfte wird in Berlin die Nutzung des ehemaligen Flughafens Tempelhof diskutiert. Der Berliner Senat und Hilfsorganisationen prüfen zurzeit eine Unterbringung in den Hangars 1 und 2. Hier könnten laut Sozialsenator Mario Czaja (CDU) 1500 Menschen Platz finden.

Der Modehändler erklärte, dass die Bread & Butter nicht stattfinden werde, wenn Asylsuchende im Flughafen untergebracht werden würden. „Wir begrüßen und unterstützen das“, sagte Zalando-Sprecher Boris Radke „Textilwirtschaft online“. Dazu passe keine Fashion-Party. „Deshalb werden wir die erste Bread & Butter in Tempelhof unter unserer Leitung erst im Sommer 2016 starten.“

Inzwischen habe man sich entschieden, das Fashion Event nicht von der Entscheidung des Berliner Senats abhängig zu machen, sagte eine Zalando-Sprecherin dem Schuhkurier. Stattdessen solle nun eine eigene Veranstaltung nach dem Vorbild von Band Aid stattfinden. Bei diesem Projekt hatten sich zahlreiche Musiker zusammengefunden, um Geld für die Opfer der Hungersnot in Äthiopien zu sammeln.