Der Online-Modehändler Zalando geht mit einem positiven Ausblick in die zweite Jahreshälfte. Das Berliner Unternehmen hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf 28 bis 31 Prozent angehoben. Bei der Präsentation der aktuellen Quartalszahlen wurde die Prognose für den Gewinn vor Steuern (EBIT-Marge) von 4,5 Prozent bestätigt.

Kundenzahl steigt auf 16,4 Millionen

Der Umsatz des Unternehmens ist im ersten Halbjahr um 31,5 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro gewachsen. Die Zahl der aktiven Kunden ist auf 16,4 Millionen gestiegen. Das ist ein Plus von rund einer Million im Vergleich zum Vorquartal. Das Unternehmen machte einen Gewinn von 59,2 Millionen Euro (bereinigtes EBIT: 4,3 Prozent).

Rubin Ritter, Mitglied des Vorstands, sagte: „Der europäische Online-Modehandel bietet uns fantastische Möglichkeiten und wir werden diese nutzen. Die Kombination von Umsatzwachstum, Profitabilität und Kundenzufriedenheit ist beispiellos.“

Neues Logistikzentrum in Italien

Um der gestiegenen Nachfrage Rechnung zu tragen, will Zalando im Herbst mit dem Bau eines dritten, selbst entwickelten Logistikzentrums in Deutschland beginnen und den Ausbau des Logistikzentrums in Mönchengladbach auf die maximale Kapazität optimieren. Den Ort des neuen Zentrums wollte Ritter nicht nennen. „Wir haben uns unterschiedliche Standorte in Nord- und Süddeutschland angesehen“, sagte er. Durch eine Automatisierung der Logistik in den Verteilzentren solle der gestiegenen Nachfrage Rechnung getragen werden.

Ferner soll es einen ersten kleinerer Logistikstandort außerhalb Deutschlands geben. Wie Ritter sagte, soll es in Italien gemeinsam mit einem lokalen Partner erreichtet werden.

Datenbetrug bei Zalando

Zuletzt kämpfte Zalando damit, dass Kunden ihre Rechnungen erst nach langwierigen Mahnverfahren oder gar nicht beglichen. Wie Ritter berichtet, wurde das Unternehmen Opfer von Datenbetrügern. Die Sicherheitslücke sei aber inzwischen wieder gestopft, sagte der Unternehmenschef.

Der Anteil der Rücksendungen liegt bei Zalando weiter bei 50 Prozent, wobei es nationale Unterschiede gibt. Diese Möglichkeit sei Teil des Geschäftsmodells und trage zur Zufriedenheit der Kunden bei, sagte Ritter. Deshalb will Zalando an dieser Möglichkeit festhalten.

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