Neue App

US-Start-up Uber fordert Berliner Taxi-Fahrer heraus

Der Limousinendienst startet die Vermittlung von Privatpersonen als Fahrer. Dabei ist unklar, ob Uber das überhaupt darf. Die Taxiverbände fordern ein Verbot durch die Senatsverwaltung.

Foto: Uber

Der US-Limousinendienst Uber sorgt in Berlin für Ärger. Grund ist der Start der neuen App Uberpop, über die Privatpersonen als Fahrer vermittelt werden. Wenn diese keinen Personenbeförderungsschein hätten, verstießen sie aber gegen das Gesetz, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Berliner Taxi-Innung, Roland Bahr. „Der Kunde hat ein großes Problem, wenn mal etwas passiert.“ Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband sprach von einer „rechtswidrigen gewerblichen Personenbeförderung“.

Mit der App erweitert Uber sein bisheriges Angebot in Berlin. Das in den USA gegründete Unternehmen ist seit dem vergangenen Jahr in Berlin als Vermittler von Limousinen-Diensten aktiv. Bislang mit mäßigem Erfolg. Zum Jahreswechsel wurde das Deutschland-Management ausgetauscht.

Uber ist einer von drei Online-Limousinenvermittlern, die in Berlin am Start sind. Die Kalifornier konkurrieren vor allem mit dem Berliner Start-up Blacklane, das den Service seit Mitte 2012 anbietet, und mit MyDriver, dem 2013 gestarteten Chauffeurdienst des Autovermieters Sixt. Während Blacklane und MyDriver vor allem auf Geschäftsreisende abzielen, denen Taxifahrten zu unkomfortabel oder zu indiskret sind, vermarktet sich Uber seit Marktstart als Teil der Berliner Start-up- und Partyszene und setzt bei dabei auf Billigpreise.

Proteste von Taxifahrern in Frankreich

Das neue Angebot Uberpop hat das Unternehmen bereits in Barcelona und Paris gestartet. In Frankreich haben Taxi-Fahrer gegen die Konkurrenz mit brennenden Autoreifen protestiert. In Brüssel wurde das Angebot am Dienstag verboten. In Ubers Heimat Kalifornien ist das Angebot mittlerweile legalisiert worden. New York hat es untersagt.

Auch die Berliner Taxifahrer erwarten von der Senatsverwaltung ein Verbot. Das Personenbeförderungsgesetz besage, dass jemand, der andere Menschen gegen Geld zum Beispiel mit dem Auto befördert, eine Genehmigung haben muss, wenn das Entgelt die Betriebskosten der Fahrt übersteigt. Uber erwartet von seinen Fahrern nur, dass sie 21 Jahre alt sein, ein eigenes Auto, Führerschein und polizeiliches Führungszeugnis vorweisen müssen. In einem Auswahlverfahren würden nur die besten akzeptiert.