E-Bikes

Superfahrrad aus Berlin schafft 80 Stundenkilometer

In einer Manufaktur in Marzahn baut der Berliner Hersteller eRockit Zweiräder, die so schnell sind wie kleine Motorräder. 300 Stück sollen im nächsten Jahr handgefertigt werden.

Foto: Sean Gallup / Getty Images

Der Berliner Zweiradhersteller eRockit bringt im Mai ein Elektrorad auf den Markt, das eine Reichweite von 100 bis 140 Kilometer haben soll. Das 80 Stundenkilometer schnelle Bike gilt als das schnellste für den Straßenverkehr zugelassene Fahrrad der Welt.

Angetrieben wird das knapp 130 Kilogramm schwere eBike durch einen zwölf PS starken Elektromotor. Mit dem Tritt in die Pedale wird nur die Geschwindigkeit gesteuert, der Tretkurbelmechanismus ist nicht als Antrieb konzipiert. Die massiv gebauten Räder sind so schwer, dass sie bei leerem Akku nicht mehr per Beinkraft bewegt werden könnten – wie beim Pedelec oder E-Bike.

Die Reichweite hängt von der Kapazität der Batterie ab. Im 120 Kilogramm schweren Standardmodell reichen 3,1 Kilowattstunden (kWh) für etwa 50 bis 70 Kilometer, die in 3,5 Stunden wieder aufgeladen sind, so das Unternehmen. Das neue Modell soll wesentlich weiter fahren können.

300 Stück sollen 2015 gebaut werden

Wer das eRocket-Bike fahren will, benötigt einen Helm und einen Führerschein der Klasse A.

Das Zweirad wird in der eRockit-Manufaktur in Marzahn in Handarbeit zusammengebaut und kostet pro Stück mehr als 12.000 Euro. Seit Produktionsstart 2012 wurden bereits 33 gefertigt. eRockit wurde 2005 von dem Österreicher Stefan Gulas in Berlin gegründet und beschäftigt mittlerweile zwölf Mitarbeiter. 2015 sollen 300 Räder die Manufaktur verlassen, im Jahr darauf doppelt so viele.