Techcrunch DisruptBerlin

Instagram-Bilder für Soundcloud-Tracks

250 Millionen Menschen weltweit nutzen den Musikstreamingdienst Soundcloud. Jetzt verbünden sich die Berliner mit Facebooks Fotodienst Instagram, um die eigene Plattform noch bekannter zu machen.

Foto: Jürgen Stüber

Der Berliner Musikstreamingdienst Soundcloud kündigt die Integration von Instagram-Bildern in Audio-Uploads und Nutzerprofile an. Die neue Funktionalität sei eine Möglichkeit, einen Sound neu zu interpretieren, sagte Mit-Gründer Alexander Ljung auf der Start-up-Konferenz TechcrunchDisrupt in Berlin. „Instagram und Soundcloud sind sich ähnlich“, sagte der Gründer. „Als Menschen mögen wir Audio und Bildermachen.“ Soundcloud geht es vor allem darum, den Dienst bekannter zu machen und Reichweite zu erzeugen.

Nutzer verbinden einfach ihren Instagram-Feed mit ihrem Soundcloud-Account. Dann können sie ihre besten Fotos zu Tracks, Playlisten, Gruppen oder Profilen hinzufügen, wie im Unternehmensblog erklärt wird.

Demokratisierung der Musikindustrie

„Wir befinden uns in einer Phase, in der Elemente des Musikmarktes neu definiert werden“ sagte Ljung. Er sieht seine Plattform als ein Beitrag „zur Demokratisierung der Musikindustrie“.

„Ich war nicht musikalisch. Aber es hat mir gefallen, etwas Neues schaffen zu können und eine Schnittstelle zum Erschaffen von Musik zu haben“, sagte Ljung. Das bedeute eine große Veränderung. „Mehr Leute bekommen durch Soundcloud ein Gefühl, was es bedeutet, Musik zu schaffen.“

Soundcloud mit vereinfachtem Abomodell

„Wir hatten ein gutes Jahr“, zieht Ljung Bilanz ohne genaue Zahlen zu nennen. Soundcloud erreiche jeden Monat 250 Millionen Menschen. Als einen wichtigen Schritt bezeichnete er die Vereinfachung des Abo-Modells, in dem es nur noch zwei Account-Typen gebe.

Warum Berlin so fantastisch sei, wird Ljung gefragt. Es liege an der „Kombination von Dekadenz und Kreativität“, sagt er. In der Stadt gebe es viel Platz für Künstler und billig sei sie auch. Er forderte die Regierung auf, dafür zu sorgen, dass Leute aus der ganzen Welt hier arbeiten können

Ob die Berliner Dekadenz und ihre Kreativität ein Grund für das Wachsen der Start-up-Szene sei? „Auch bei Start-ups gibt es viele künstlerische Elemente und Kreativität. Aber Start-ups sind funktioneller, sagt er.