Ticketing scheint derzeit beliebt in der Berliner Start-up-Szene. Einen Tag nach der Ankündigung des Deutschen Telekom, das Start-up frestyle in den Hubraum-Inkubator aufzunehmen, kündigt das Start-up 50hours den Start eines ähnlichen Dienstes Anfang August an.

Musikliebhaber finden mit der iPhone-App 50hours Ticket zu Events am gleichen Abend in Berlin. Die App (iTunes-Link) ermöglicht dem Nutzer, mit Hilfe des Smartphones Tickets zu kaufen und papierlos Eintritt zu ausgesuchten Veranstaltungen zu bekommen. Für spontane Menschen, die noch nicht wissen, was sie am Abend machen sollen, empfiehlt die App jeden Tag mindestens fünf Events aus Musik, Sport und Kultur.

Mit der kostenfreien App fürs iPhone können Nutzer, die flexibel bleiben wollen und spontan Konzerte und Veranstaltungen besuchen möchten, Events ab 50 Stunden vor Beginn buchen. Dabei erhalten sie ihre Tickets immer günstiger als an der Abendkasse. Der Buchungsprozess dauert nur ein paar Sekunden und anschließend ist das Ticket sofort auf dem iPhone abrufbar und ohne vorheriges Ausdrucken auf der Veranstaltung einsetzbar.

Event-Stadt Berlin ist idealer Standort

Veranstaltern können mit der App ihre Auslastung steigern, indem 50hours noch kurzfristig Tickets anbietet und so spontan Besucher anzieht. „Die Veranstalter profitieren von unserem Empfehlungsmarketing, da Nutzer der App ihre Veranstaltungen direkt auf Facebook und Twitter teilen und auch die Freunde direkt einladen können,“ erklärt Florian Kosak, Gründer und Geschäftsführer von 50hours. Zurzeit lassen sich Events in Berlin buchen. Weitere Großstädte kommen in diesem Jahr dazu.

Auch die drei Gründerinnen von frestyle, beiden Italienerinnen Arianna Bassoli und Emanuela Tumolo sowie die Amerikanerin Johanna Brewer, entwickeln einen Service für Musik-Events: Veranstalter können über die frestyl-App ihre Events mit speziellen Angeboten bewerben oder Aktionen bekannt machen. Fans finden durch Empfehlungen von Power Usern passende Konzerte. Sie entwickelten bereits vor zwei Jahren in Rom einen Eventkalender im Internet, verfolgten das Projekt aber nicht weiter, obwohl ihr Dienst auf eine große Akzeptanz stieß, ihnen aber ein Geschäftsmodell fehlte.