Onlinehandel

Elektronikhändler GetGoods peilt halbe Milliarde Euro an

Foto: getgoods

GetGoods aus Frankfurt/Oder gehört zu den schnellstwachsenden Onlinehändlern in Deutschland. Das 2007 gegründete Unternehmen will den Umsatz mit Smartphones und Tablets um 100 Millionen Euro steigern.

Der Elektronikhändler GetGoods will bis zum Jahresende rund eine halbe Milliarde Euro Umsatz erreichen. Das teilte das Unternehmen aus Frankfurt/Oder am Montag mit. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz bei rund 402 Millionen Euro.

Das 2007 gegründete Unternehmen ist einer der schnellstwachsenden Internethändler in Deutschland. 2010 lag der Jahresumsatz bei 163 Millionen Euro. GetGoods betreibt verschiedene Internetplattformen wie getgoods.de und handyshop.de, über die Smartphones, Notebooks und Tablets verkauft werden, dazu Unterhaltungselektronik und Haushaltselektronik. Das Unternehmen ist überdies in den Handel mit Freizeit- und Baumarktartikeln eingestiegen.

Im Halbjahr habe GetGoods bereits 220 Millionen Euro erlöst – ein Plus von mehr als einem Viertel gegenüber dem Vorjahr. „Besonders erfreulich ist es, dass wir, verglichen mit einem Großteil des Markt- und Wettbewerbsumfeldes, weiterhin profitabel agieren“, sagte Vorstandschef Markus Rockstädt-Mies. Das Unternehmen erwartet ein operativen Gewinn von mindestens zwölf Millionen Euro bis zum Jahresende.

Nach einem enttäuschenden ersten Quartal, sei das zweite sogar besser verlaufen als erwartet. „Aufgrund des verbesserten Konsumverhalten und der im zweiten Quartal eingeführten Produktneuheiten konnte der fehlende Umsatz aus dem ersten Quartal vollständig kompensiert werden“, teilte das Unternehmen mit.

Um das schnelle Wachstum zu finanzieren, hat das Unternehmen Ende Juni eine neue Anleihe über 10 Millionen Euro aufgenommen. Zuvor hatte ein bislang ungenannter „institutioneller Investor“ rund zwölf Millionen Euro in GetGoods investiert. Spekulationen, dass es sich bei dem Investor um den Mitgründer der Elektronik-Kette Media-Saturn, Erich Kellerhals, handelt, wurden bislang nicht bestätigt.