Medizin-Start-up

Dolosys weckt Hoffnungen für Schmerzpatienten

Foto: Kalaene Jens / picture-alliance / ZB

Die Charité-Ausgründung Dolosys entwickelt einen Schmerzmonitor, der 2014 auf den Markt kommen soll. Der Hightech Gründerfonds und m2f investment beteiligen sich an dem Berliner Unternehmen.

Die Wagnisfinanzierer Hightech Gründerfonds (HTGF) und m2f investment Ltd. investieren in das Berliner Medizin-Start-up Dolosys. Das Unternehmen ist eine Ausgründung aus der Charité und entwickelt einen so genannten Schmerzmonitor. Das Gerät soll bei chronisch kranken Schmerzpatienten sowie bei sedierten und damit nicht mitteilungsfähigen Intensivpatienten messen, ob die Schmerzausschaltung funktioniert. Durch die Erfassung der Wirkung der Schmerzmittel direkt am Rückenmark soll der Arzt präzise Daten zur Steuerung der Schmerztherapie erhalten. „Mit dem Schmerzmonitor werden Ärzte zukünftig ein objektives und spezifischeres Kriterium zur Abschätzung der Schmerzausschaltung an der Hand haben. Damit wird eine individualisierte und punktgenaue Schmerztherapie möglich“, sagt Geschäftsführer Jan Baars.

Nach Unternehmensangaben beläuft sich die Investitionssumme auf einen mittleren sechsstelligen Betrag. Bei vergleichbaren Finanzierungsrunden hat HTGF in der Regel eine halbe Million Euro investiert. Das vierköpfige Tem um Baars wird seit dem vergangenen Jahr bereits aus dem Hochschul-Startup-Programm Exist gefördert.

Ziel: Marktreife im nächsten Jahr

Die Kapitalspritze soll vor allem in die weitere Entwicklung des Geräts investiert werden. HTGF erwartet die Zulassung und Marktreife bereits im kommenden Jahr. „Die Technologie hat das Potenzial, die Schmerztherapie auf eine neue Stufe zu heben und zu einem neuen Behandlungsstandard zu werden“, sagte HTGF-Manager Christian Jung. „Die Technologie ist nicht nur für Patienten sehr interessant, sondern auch für Krankenhäuser, die durch die geringere Verweildauer auf der teueren Intensivstation profitieren.“

( gri )