Der chinesische Investor Hebei Viroad steigt beim Potsdamer Biotechunternehmen Gilupi ein. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Gilupi entwickelt medizinische Detektoren, die unter anderem Krebszellen im Blut aufspüren. Im Oktober erhielt das Unternehmen die Zulassung für den Detektor Cancer01 für den europäischen Markt.
Gilupi erhofft sich von der Beteiligung einen Zugang zum chinesischen Markt. Viroad gilt als Spezialist bei der Zulassung von therapeutischen Antikörpern.
Viroad zahlt rund fünf Millionen Euro für einen nicht genannten Anteil am Unternehmen an die Altgesellschafter. Überdies erhält der chinesische Biotech-Investor Lizenzrechte für den asiatischen Markt.
Technische und wirtschaftliche Weiterentwicklung
Mit dem Geld plant Gilupi die Entwicklungskapazitäten auszubauen und die Markteinführung des ersten Produktes zu forcieren. Zugleich soll der Detektor weiterentwickelt werden für diverse Krebserkrankungen, wie Lungen-, Brust-, Darm- und Prostatakrebs.
Gilupis Nanodetektor besteht aus einem dünnen Draht, der mit Gold beschichtet ist. Darauf befinden sich Nano-Polymerfäden, die die Spitze des beschichteten Drahtes geschmeidig machen. Gleichzeitig dient diese Schicht der festen Bindung von Antikörpern, die sich gegen bestimmte Moleküle auf den Zellen richten, die aus dem Blut isoliert werden sollen. Die Antikörper sind in der Lage, diese Moleküle und damit die Zellen zu binden und festzuhalten.
Gilupi wurde 2006 in Potsdam gegründet und hat eine Niederlassung in Greifswald. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 25 Mitarbeiter. An Gilupi sind der Hightech-Gründerfonds HTGF, der Aurelia Technologie-Fonds, die Kreditanstalt für Wiederaufbau und die Wagnisfinanzierer von ILB und Sparkassen beteiligt. Berlin-Brandenburg ist der größte Standort von Biotechunternehmen in Deutschland.





