Der Hamburger Versandhandelskonzern Otto stärkt den zum Konzern gehörenden Onlinehändler MyToys. Nach dem Schuhhändler Mirapodo wird auch der Otto-eigene Shopping-Club Limango unter das Dach von MyToys schlüpfen. Wie die Unternehmen am Montag mitteilte, werde Limango spätestens Mitte des Jahres eine hundertprozentige Tochter von MyToys. An dem Spielwarenhändler hält Otto knapp unter 75 Prozent der Anteile, der Rest liegt bei den Gründern. Über die Neuordnung hatte zuerst der Branchendienst Etailment berichtet.

Mit der Neuordnung seiner E-Commerce-Töchter hofft Otto zum einen Synergien zu heben. Zum anderen sollen sich vor allem MyToys und Limango gegenseitig beim Kundenwachstum beflügeln. Die Angebotspalette beider Portale mit Spielwaren und Produkten rund ums Kind überschneidet sich. Auch wenn beide Marken weiterhin eigenständig am Markt bleiben werden, sieht das Konzept offenbar vor, Limango als Clubangebot von MyToys zu vermarkten. „Zusammen mit myToys.de können wir unseren Kunden in Zukunft ein noch attraktiveres Angebot bieten und noch schneller als bisher wachsen“, sagte Johannes Ditterich, einer der Gründer und Geschäftsführer von limango. MyToys-Geschäftsführer Oliver Ledere sprach von einem „strategisch absolut erfolgversprechenden Schritt“.

Der 1999 gegründete Händler MyToys hat nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Umsatz von 280 Millionen Euro erwirtschaftet (Vorjahr: 240 Mio. Euro) und beschäftigt mehr als 700 Mitarbeiter. Limango zählt nach eigenen Angaben 2,5 Millionen Mitglieder, denen monatlich rund 140 Verkaufsaktionen vorgeschlagen werden. Zudem bietet der Club seinen Mitgliedern Waren im Outlet an. Limango-Gründer Ditterich sowie die beiden anderen Geschäftsführer und Gründer Sven van den Bergh sowie Martin Oppenrieder werden das Geschäft weiterführen. Anfang Februar hatte Otto bereits Mirapodo unter das MyToys-Dach verschoben. Dabei standen aber vor allem Einsparungen im Vordergrund.

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