Facebook-Marketing

Start-up-Schmiede Rocket Internet feiert Baby-Party in USA

„Online Baby Party“ ist ein über soziale Netzwerke einberufenes Event in der Art von „Tupper Partys“. DropGifts, ein Start-up des Berliner Internetunternehmens Rocket Internet ist damit erfolgreich.

Foto: Rocket Internet

DropGifts, ein Start-up des Berliner Internetunternehmens Rocket Internet, verzeichnet in den USA große Erfolge mit einer neuen Marketing-Strategie für soziale Netzwerke.

Das Start-up stellt Unternehmen eine Technologie zur Verfügung, mit der sie den Fans ihrer Facebook-Seiten Geschenkgutscheine anbieten können. Fans teilen diese Nachrichten, veranstalten markennahe Facebook-Events und tragen damit die Botschaften der werbenden Unternehmen kostenfrei in die sozialen Netzwerke sowie ihren Freundeskreis hinein.

Der Berliner Inkubator betritt damit auf zweifache Weise Neuland. Zum einen ist die Technologie neu, die sich direkt an Unternehmen richtet und nicht mehr in erster Linie an den Endverbraucher. Zum anderen startet Rocket Internet ein derartiges Projekt zum ersten Mal in den USA.

7000 Geschenkgutscheine für Facebook-Fans

Premiere feierte das Konzept mit der „Online Baby Party“ – über soziale Netzwerke einberufene Events in der Art von „Tupper Partys“. Neun Babyartikel-Marken aus den USA boten ihren Fans in einer zweiwöchigen Aktion 7000 Warenproben und Geschenkgutscheine an und forderten diese auf, diese Botschaften im Netzwerk zu teilen und auf Facebook Events (Baby Partys) über die Produkte zu sprechen, sie auszuprobieren – und interessant zu finden.

Die Fans konnten dabei einen der begehrten Gutscheine beziehungsweise Proben gewinnen. DropGifts hatte sich bewusst diese Branche ausgesucht, weil zwischen den Eltern eine besonders rege Kommunikation erwartet wurde.

„Wir konnten im Vergleich zu herkömmlichen Aktionen mindestens die 35-fache Menge an Klicks pro Probe erzielen. Im Durchschnitt brachte jede Kampagne mehr als 97.000 Klicks für jeden Einzelhändler“, erklärte Marie Chevrier, Mitgründerin und Marketingchefin von DropGifts. „Die Nutzer hatten Spaß an der neuen Technologie und verwandelten herkömmliche Aktionen in Events, die sie besuchten.“ Insgesamt wurden bei der Baby-Party-Kampagne knapp 900.000 Klicks verzeichnet.

Von Berlin nach New York

Dropgifts wurde im Februar 2012 von Adrian Renner in Berlin gegründet. Das Start-up ist inzwischen nach New York umgesiedelt, um von dort den amerikanischen Markt zu erobern. Angefangen hatte das Start-up mit dem Verteilen von Geschenkkarten an private Nutzer. Nach einigen Monaten wurde dieses Geschäftsmodell um die Business-to-Business-Variante erweitert. Unternehmen können die neue Technologie seitdem auf ihren Facebook-Seiten installieren.

In Blogs wird DropGifts als Klon des schwedisch-amerikanischen Start-ups Wrapp bezeichnet, das im Jahr 2011 gegründet wurde und ebenfalls Social-Media-Marketing mit Geschenkkarten betreibt. Innerhalb von 14 Monaten fand dieses Unternehmen nach eigenen Angaben eine Million Nutzer und brachte zuletzt innerhalb von 30 Tagen mehr als eine Million Geschenkkarten von mehr als 200 Marken unter die Leute.

Wrapp rühmt sich eines rasanten Wachstums. Die Bilder-Plattform Pinterest habe für die erste Million Nutzer 20 Monate gebraucht, der Kurznachrichtendienst Twitter 24.