Start-ups

US-Limousinen-Service Uber testet Angebot in Berlin

Der Berliner Limousinenservice Blacklane bekommt Konkurrenz aus San Francisco. Uber hat seinen Berliner Ableger gestartet – mit einem Coup

Foto: Uber Berlin

Der Angriff war erwartet worden: Pünktlich zur Fashion Week hat das US-Limousinenservice-Portal Uber seinen ersten deutschen Ableger in Berlin gestartet. Und als Coup den Mitgründer des Berliner Überflieger-Start-ups Soundcloud, Alexander Ljung, durch die Stadt gefahren.

Damit bekommt der Berliner Anbieter Blacklane weitere scharfe Konkurrenz. Zum Jahreswechsel war bereits der Autovermieter Sixt mit MyDriver in die Online-Vermittlung von Chauffeurdiensten für Jedermann eingestiegen.

Die Portale haben selbst keine Fahrzeuge

Die Unternehmen setzen auf die Mobilität junger Großstädter, die zumeist aber keine eigenen Autos haben und denen Taxi-Fahrten zu unkomfortabel sind. Uber verweist im firmeneigenen Blog auf die zehntausenden Veranstaltungen jährlich in Berlin, für die Fahrdienste benötigt werden.

Die Portale haben selbst keine Fahrzeuge, sondern vermitteln Fahrdienste samt Chauffeur zu einem Festpreis. „Wir nutzen die Leerfahrten, die bei Limousinen- und Chauffeuranbietern anfallen“, sagt Blacklane-Gründer Jens Wohltorf. Kunden bestellen die Fahrdienste über die Webseite oder mobile Apps.

Details zum Berliner Ableger von Uber gibt es bislang nicht. Im Uber-Blog heißt es, der Berliner Service befinde sich in der Testphase. Das 2009 in San Francisco gegründete Portal bietet seinen Service vor allem in US-Großstädten an. Doch die Konkurrenz dort wächst, weshalb Uber nach Europa expandiert. Das Portal ist mittlerweile in Paris und London aktiv.

Blacklane expandiert ins Ausland

Der Berliner Platzhirsch Blacklane wiederum war vor etwas mehr als einem halben Jahr in Berlin gestartet. Zu Wochenbeginn wurde bekannt, dass das Portal bei Investoren wie AWD-Gründer Carsten Maschmeyer Kapital für seine weitere Expansion eingesammelt hat. Blacklane ist mittlerweile in zehn deutschen Großstädten aktiv, zum Jahreswechsel startete der österreichische Ableger in Wien. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen derzeit 50 Mitarbeiter in Berlin.

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