Für Besuche von US-Präsidenten gilt die höchste Sicherheitsstufe in Deutschland. 8000 Polizisten sind zum Schutz von Barack Obama in Berlin abgestellt. Rund um das Brandenburger Tor wird eine Sperrzone eingerichtet, die von der Neustädtischen Kirchstraße bis zur Yitzhak-Rabin-Straße reichen wird. Berliner und Besucher müssen sich auf folgende Behinderungen einstellen.
Tegel Wenn die Präsidentenfamilie am 18. Juni gegen 19 Uhr in Tegel landet und am nächsten Abend gegen 22 Uhr wieder abfliegt, wird der gesamte Luftraum für den Flugverkehr gesperrt.
In der Zwischenzeit wird in dem Areal am Flughafen, die Cité Guynemer, weder der Müll abgeholt, noch dürfen die Fenster mit Blickrichtung Flughafen offen stehen. Mülltonnen dürfen auch nicht näher als 30 Meter an der Straße stehen. Wer sich dort aufhält, soll seinen Ausweis mit sich führen und mit einer längeren Dauer der Kontrollen rechnen.
Das Brandenburger Tor wird zum absoluten Hochsicherheitsbereich
Ritz-Carlton Die Familie Obama wird in dem Hotel am Potsdamer Platz übernachten. Jeder, der etwaige Kontrollstellen passieren möchte, muss einen Ausweis bei sich zu haben und Zeitverzögerungen einplanen. Fenster und Türen Richtung Ritz-Carlton sowie Richtung Potsdamer Platz sollen geschlossen bleiben.
Pariser Platz Der Platz und der Bereich Unter den Linden bis zur Wilhelmstraße werden bereits vom 14. Juni ab 8.00 Uhr bis zum 21. Juni 22 Uhr kommender Woche zur Sperrzone für den normalen Verkehr erklärt. Das heißt, auch Anlieger- und Lieferverkehr sowie Taxen müssen draußen bleiben. Nicht einmal Fahrradfahrer können dann den Bereich passieren. Menschen, die am Pariser Platz arbeiten, werden am 18. und 19. Juni von Polizisten ins Büro begleitet.
Brandenburger Tor Während der Rede des Präsidenten am 19. Juni gegen 16.30 Uhr wird das Gebiet rund um das Brandenburger Tor weiträumig abgesperrt und zum absoluten Sicherheitsbereich erklärt. Anlieger müssen die Fenster zum Pariser Platz hin ab 14 Uhr geschlossen halten, Balkone und Dachterrassen dürfen nicht genutzt werden. Rund 5000 geladene Gäste werden der Rede beiwohnen. Ein Public Viewing wird es nicht geben.
Schloss Charlottenburg Wenn am 19. Juni Obama mit 250 geladenen Gästen im Schloss Charlottenburg zu Abend essen wird, müssen Anwohner am Schloss ab 18 Uhr an die dem Schloss zugewandten Fenster und Türen verschlossen halten. Bereits von 8 Uhr morgens an gilt rund um das Schloss Parkverbot.
Anwohner müssen ihren Ausweis mit sich führen
Bereits am 14. Juni wird die Polizei voraussichtlich damit beginnen, mit Spürhunden Beete, Büsche und Gullys am Pariser Platz, Ritz Carlton, Schloss Bellevue und Schloss Charlottenburg abzusuchen. Anschließend werden die Gullydeckel zugeschweißt.
In den Bereichen Potsdamer Platz und Regierungsviertel dürfen zudem keine Gegenstände abgestellt werden. Autos und angeschlossene Fahrräder werden kostenpflichtig entfernt. Wer sich in den Bereichen aufhält, sollte einen Ausweis mit sich führen und mit eventuellen Kontrollen rechnen.
Straßensperrungen während Obamas Besuch in Berlin
Die Routen, die der Präsident auf Berlins Straßen zurücklegen wird, sind geheim und Straßensperrungen werden erst kurzfristig eingerichtet. Auf unvorhergesehene Sperrungen sollten sich Autofahrer einstellen.
Zudem halten sich Sondereinsatzkräfte an relevanten Plätzen bereit. Unter ihnen sind beispielsweise Präsizionsschützen auf Hausdächern in der Nähe der Aufenthaltsorte des Präsidenten. Ein Bombenräumkommando steht zudem in Dauerbereitschaft und ein Helikopter fliegt mit Infrarot- und hochauflösenden Videokameras über dem Gelände.
Weitere Informationen zu allen Terminen Obamas in Berlin finden Sie hier.




