Nach der scharfen Kritik an der Namensänderung des Christopher Street Days (CSD) in Stonewall Parade haben sich die Veranstalter umentschieden: Die Parade werde weiter CSD heißen, sagte Vereinsvorsitzender Robert Kastl.

Offen ist allerdings noch, wo die CSD-Parade entlangführen und wo die Abschlusskundgebung stattfinden wird.

Nachdem das Team um CSD-Geschäftsführer Kastl den Umzug in „Stonewall Parade“ umbenannt hatte, war es in den vergangenen Monaten zu heftigen Streitereien zwischen dem CSD Verein und Teilen der an der Veranstaltung beteiligten Community gegeben. Kastl wiederum hatte Politiker und Mitarbeiter des Bezirksamts als homophob bezeichnet und scharf attackiert.

Zuletzt hatten viele Organisationen und Parteien wie ihre Teilnahme an der Parade am 21. Juni abgesagt und kritisiert, Kastl handele gegen den Willen vieler Mitstreiter.

Nachdem bereits CDU und Grüne ihre Teilnahme am Christopher Street Day (CSD) verweigert hatten, sagten kürzlich auch die Berliner FDP sowie die AG Lesben und Schwule in der Berliner SPD (Schwusos) ihre Teilnahme ab.

„Durch den anhaltenden Streit zwischen dem CSD e.V. und der Berliner Community zur Namensänderung des beliebten CSD in Stonewall und der daraus hervorgehenden Streitigkeiten um Markenschutzrechte sehen wir uns als bürgerliche Partei in der Pflicht, die Teilnahme an der Stonewall-Parade abzusagen“, sagte die FDP-Landesvorsitzende Alexandra Thein.

Die Erhebung von Lizenzen für Markenschutzrechte sei ein weiterer Ausbau zur Kommerzialisierung einer wichtigen politischen Demonstration, die zu Lasten aller Teilnehmer der Parade führe.

Ähnliche Gründe führt der Landesvorsitzende der Schwusos an. Das unglaubliche Agieren des Vorstands des CSD e.V. und der Geschäftsführung in den letzten Monaten habe keine andere Möglichkeit gelassen, so Markus Pauzenberger.

BM