Zwei Wochen vor dem Volksentscheid zum Tempelhofer Feld hat die Bürgerinitiative dem Berliner Senat Falschinformationen zu den Gesetzentwürfen vorgeworfen. Die Behauptung, bei einem Erfolg der Initiative dürften auf dem ehemaligen Flughafen weder Parkbänke aufgestellt noch Bäume gepflanzt werden, sei falsch, sagte Kerstin Meyer von „100% Tempelhofer Feld“ am Montag. Ihr Gesetz stehe für eine Weiterentwicklung des Feldes. Außerdem werbe der rot-schwarze Senat zu Unrecht mit einer hohen Anzahl bezahlbarer Wohnungen. Letztlich solle es eine Mietbindung nur für neun Prozent des Baulands geben.
Der Senat beharrt auf seiner Darstellung
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wies beide Vorwürfe zurück. Komme der Gesetzentwurf der Initiative am 25. Mai durch, dürften im zentralen Wiesenbereich keine Parkbänke errichtet und nicht mehrere Bäume nebeneinander gepflanzt werden, so dass sie Schatten spendeten. Das sei vom Verwaltungsgericht bestätigt worden, sagte Sprecherin Daniela Augenstein. Am Tempelhofer Damm werde die Hälfte der 1700 geplanten Wohnungen zu günstigen Mieten angeboten. Für die anderen Flächen gebe es ähnliche Modelle, die Pläne seien aber überhaupt noch nicht so weit. Deshalb sei die Kritik der Initiative nicht nachvollziehbar.
Am 25. Mai stimmen die Berliner über eine Bebauung auf dem Tempelhofer Feld ab. Senat und Abgeordnetenhaus wollen an drei Rändern Häuser für Wohnen und Gewerbe erreichten. In der Mitte sollen 230 Hektar frei bleiben. Die Initiative will das Gelände so erhalten, wie es jetzt ist.
dpa/seg





