Verrückte Kitas

„La casa de los gorriones“ – für sprachbegeisterte Kinder

Foto: Krauthoefer

In welche Kita geben wir unser Kind? Was genau will ich für Angebote? Spanisch, Sport oder Sauna: Berlin hat rund 2200 Kitas – und einige sind in der Hauptadt spezieller als andere. Eine Auswahl.

Für Elena Krempler ist die spanische Sprache „wie ein Paradies“. Die gebürtige Russin, die zudem drei russisch-deutsche Kitas leitet, hat im Oktober 2010 mit der spanisch-deutschen Kita „La casa de los gorriones“ so etwas wie ihr eigenes Paradies geschaffen. Maximal 30 Kinder werden in ihren Kitas jeweils betreut.

In dem „Haus der Spatzen“, wie die Kita übersetzt heißt, arbeiten sechs Erzieher, die sich um Kinder vom ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt kümmern. Das Ziel der mehrsprachigen Kitas: „Wir wollen das Gefühl für Sprache fördern. Hier wird nicht auswendig gelernt, sondern die Sprache ganz natürlich im Spiel oder in der Musik aufgenommen. Wir sagen auch, wir werfen die Kinder in ein Sprachbad und lassen sie mit unserer Hilfe darin schwimmen.“ Vier der sechs Erzieherinnen sprechen Spanisch, zwei Deutsch. Sie sprechen jeweils nur in ihrer Muttersprache mit den Kindern, ein Prinzip der Immersion. So lernen diese quasi beiläufig. Für die Kinder wird jeden Tag frisch gekocht. „Wenn die Kinder mit sechs unsere Kita verlassen, sprechen sie fließend Spanisch“, sagt Elena Krempler glücklich.

„La casa de los gorriones“, Martinstr. 12, Steglitz, Betreuung: Mo–Fr von 8 bis 17 Uhr, Tel.: 0177–26 81 433, www.mehrsprachige-kitas.de