25 Jahre Mauerfall

SED-Zentralorgan Neues Deutschland kritisiert West-Presse

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

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Das Zentralorgan der DDR-Staatspartei SED, das Neue Deutschland (ND), hat am 11. Mai 1989 westdeutschen Journalisten Einmischung in die inneren Angelegenheiten der DDR vor den Kommunalwahlen am 7. Mai vorgeworfen. Das Blatt bezichtigte einige in der DDR akkreditierte Korrespondenten von Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehredaktionen aus der Bundesrepublik Deutschland des „erneuten frechen Versuchs der Einmischung in unsere Angelegenheiten – regelrechter Anweisungen bis hin zu Aufforderungen an DDR-Bürger zum Wahlboykott“.

Unterdessen teilte der sowjetische Außenminister Eduard Schewardnadse am 11. Mai in Moskau mit, dass der sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow den USA eine einseitige Abrüstung der Sowjetunion bei den Kurzstreckenraketen und taktischen Nuklearwaffen zugesagt habe.