Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) erweitern in diesem ihre Leistungen auf insgesamt 39 Bus-, Straßenbahn- und U-Bahn-Linien. In der Regel werden Taktzeiten verkürzt, also mehr Fahrten pro Stunde angeboten.

Dies gilt insbesondere für den Berufsverkehr: Auf etlichen Linien wird die dichtere Taktfolge morgens beziehungsweise in den frühen Abend hinein ausgeweitet. Von den beschlossenen Verbesserungen würden täglich 250.000 Fahrgäste profitieren, so die BVG.

Den ersten Teil des Reformpakets setzt die BVG ab dem heutigen Sonntag mit Ende der Osterferien um. Die nächsten Verbesserungen greifen ab 1. Juni, weitere treten im August, Oktober und Dezember in Kraft.

Ab heute betreffen sie 23 Buslinien sowie die Tramlinien M2 (Heinersdorf–Alexanderplatz) und 62 (Wendenschloß–Mahlsdorf Süd), im Juni die beiden Buslinien zum Flughafen Tegel, TXL (ab Alexanderplatz) und X9 (ab Zoo), sowie die Straßenbahnlinie 61 (Adlershof–Rahnsdorf).

Von August an profitieren U-Bahn-Nutzer. Dann werden etwa auf den U-Bahn-Linien U1, U2, U5 und U8 Züge bis in die Abendstunden hinein öfter fahren, auf der U7 wird der Vier-Minuten-Takt länger angeboten.

Die Metro-Tramlinie M2 verkehrt in Mitte und Pankow in den Nächten von Freitag auf Sonnabend und von Sonnabend auf Sonntag ab dem heutigen 27. April zwischen 0.30 Uhr und 1.30 Uhr alle 15 Minuten und nicht mehr nur alle halbe Stunde. Die Metro-Buslinie M 41 fährt sonnabends bis 20 Uhr im Fünf-Minuten-Takt. Bislang endet dieses Angebot schon um 18 Uhr.

Um die Verbesserungen umsetzen zu können, hat die BVG 15 gebrauchte Busse in Amsterdam gekauft. Sie sollen im Schienenersatzverkehr eingesetzt werden, damit die bislang dort verkehrenden BVG-Fahrzeuge im normalen Betrieb fahren können. Zudem wurden 50 neue Arbeitsplätze geschaffen, fast ausschließlich für Busfahrer und -fahrerinnen. Alle seien sozialversicherungspflichtig mit Vollzeitstellen im BVG-Konzern angestellt und würden nach demselben Tarifvertrag entlohnt, betonte BVG-Sprecherin Petra Reetz.