Schwimmbäder

Berliner Bäderbetriebe verteidigen neue Preisstruktur

Die Bäderbetriebe sind stolz auf das 100 Jahre alte Stadtbad Neukölln. Vorstandschef Ole Bested Hensing verteidigt die neuen Eintrittspreise und lockt mit der Wiedereröffnung dreier sanierter Bäder.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Die Berliner Bäderbetriebe haben Kritik an ihren neuen Eintrittspreisen zurückgewiesen. „Gerade für einkommensschwache Menschen ist der Preis um 22 Prozent gesunken“, sagte Vorstandschef Ole Bested Hensing am Mittwoch.

Der Sozialtarif sei von 2,80 Euro auf 2 Euro gesenkt worden, erläuterte ein Sprecher. Der Tarif gelte aber nur unter der Woche zwischen 10 und 15 Uhr. Damit wolle man die Besucher über den Tag verteilen. Die neuen Eintrittspreise waren unter Protesten zum 1. Januar eingeführt worden. Unter anderem war der Preis für die normale Einzelkarte von 4,50 Euro auf 5,50 Euro gestiegen.

Bis jetzt habe das neue Preissystem sowohl zu mehr Umsatz als auch zu mehr Besuchen geführt, sagte der Sprecher weiter. Für das laufende Jahr sei man auf dem Weg zu einem Umsatzplus von zehn Prozent und 400.000 Besuchen mehr.

Drei sanierte Bäder wieder geöffnet

Vom Sommer an können die Berliner wieder in drei frisch sanierten Bädern schwimmen. Die Bäderbetriebe kündigten an, dass die Freibecken der seit Jahren geschlossenen Kombibäder Spandau-Süd und Gropiusstadt im Juni wieder öffnen sollen. Die zugehörigen Schwimmhallen folgten in Spandau im September und in Gropiusstadt zum Jahreswechsel.

Ebenfalls im Juni öffnet die Schwimmhalle Finckensteinallee in Lichterfelde, zunächst nur für Vereine, nach den Sommerferien dann für die Öffentlichkeit. In jedes Bad sei ein zweistelliger Millionenbetrag investiert worden, hieß es.

Das Stadtbad Neukölln feiert am 10. Mai seinen 100. Geburtstag. Hensing nannte es „unser schönstes Bad und Flaggschiff“.