Zum feierlichen Start ins Erwachsenenleben ist die Jugendweihe in Berlin beliebter als Konfirmation und Firmung. Nach Zahlen der beiden größten Trägervereine bereiten sich derzeit rund 4200 Jugendliche auf ihre anstehende Zeremonie vor.
Sprecher beider Vereine sagten außerdem, dass der Anteil von Jugendlichen, die zur Jugendweihe gehen, weiter ansteige. So nehmen allein beim Humanistischen Verband dieses Jahr 10,2 Prozent der Berliner Schüler des aktuellen Jahrgangs an der Zeremonie teil. 2011 waren es 8,3 Prozent. Humanistischer Verband und Jugendweihe Berlin/Brandenburg e.V. konkurrieren in Berlin um die Ausrichtung von Jugendweihen.
Kirchen rechnen mit rund 4000 Jugendlichen
Im Vergleich dazu rechnet die evangelische Kirche dieses Jahr mit rund 3000 Konfirmationen. Die katholische Kirche spendete im vergangenen Jahr 929 Mal die Firmung. Diese Zahl sei stabil, sagte ein Sprecher des Erzbistums.
Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz wollte die größere Beliebtheit der Jugendweihe nicht kommentieren. „Es ist die freie Entscheidung der Familien, woran sie teilnehmen“, sagte eine Sprecherin. Man sehe keinen Anlass, das eigene Angebot für Jugendliche zu überarbeiten.
Die säkulare Jugendweihe war besonders in der DDR weit verbreitet und galt auch nach der Wende lange als Ost-Phänomen. Entgegen einer weit verbreiteten Auffassung ist sie aber keine Erfindung der DDR. Wie beide Trägervereine auf ihren Websiten schreiben, wurde schon 1852 die erste Jugendweihe gefeiert.
dpa/ap





