Die vier Hungerstreikenden am Berliner Oranienplatz haben am Dienstagmorgen Forderungen für das Ende ihres Protests gestellt. Wie die Gruppe mitteilte, fordern sie die erneute Etablierung des Infopunktes und eines großen Zelts für Treffen am Oranienplatz sowie die Umwandlung der besetzten ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule in ein selbst-organisiertes politisches Zentrum für Flüchtlinge. Zugleich riefen sie Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) dazu auf, am Abend mit ihnen über die Forderungen zu diskutieren.
Ein Sprecher des Bezirksamts bestätigte, dass es einen Infopunkt zur Flüchtlingsproblematik geben werde. Geplant sei ein festes Gebäude, das größer sei als der aktuelle Container und etwa auch über einen Wasseranschluss verfüge. Aktivisten hatten am Samstagabend verkündet, dass Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) zusätzlich auch ein Zirkuszelt für Versammlungen zugesagt habe. Das Bezirksamt bestätigte dies nicht.
Besetzer dürfen in Schule bleiben
Die Flüchtlinge in der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule können vorerst weiter bleiben. Wie der Sprecher sagte, sei der Bezirk in Gesprächen mit ihnen und versuche derzeit, ihren genauen Status festzustellen. Es sei in jedem Fall kein Auszug geplant, so lange das zuständige Landesamt für Gesundheit und Soziales keine alternative Unterkunft zur Verfügung stelle.
Der Sprecher sagte weiter, dass der Bezirk für die Entsorgung des bei der Räumung am vergangenen Dienstag entstandenen Mülls aufkommen werde. Die Höhe der Kosten sei aber noch nicht bekannt. Quelle: dpa/mim




