Der Berliner Fahrgastverband Igeb fordert die Bahn und die Bundesregierung auf, das Bahnnetz so auszubauen, dass es Reserven bei Bauarbeiten und Betriebsstörungen gibt. Im Berliner Ostbahnhof, wo zurzeit eines von fünf Bahnsteiggleisen des Fern- und Regionalverkehrs erneuert werde, sei der Regional-Express 7 noch bis zum 16. April unterbrochen.

„Die Züge fahren nicht über Ostbahnhof, sondern enden von Dessau/Bad Belzig kommend in Berlin-Friedrichstraße und von Wünsdorf/Flughafen Schönefeld kommend in Berlin-Lichtenberg“, kritisiert Igeb-Vorsitzender Christfried Tschepe.

Im Bahnhof Friedrichstraße stehe für das Wenden jedoch nur eines der vier Gleise zur Verfügung. Dieses werde aber eigentlich von den aus Potsdam kommenden Zügen (RB 21 und RB 22) zum Wenden genutzt. Die Folge sei, dass die RB 21 und RB 22 jetzt bereits im Bahnhof Zoo endeten und nicht einmal den Hauptbahnhof erreichten, wo sie wegen fehlender Weichen nicht wenden könnten.

„Der aktuelle Fall zeigt, dass das Bahnnetz in Berlin keine Reserven hat“, so Tschepe. Schon kleine Einschränkungen durch Bauarbeiten führten zu erheblichen Einschränkungen des Angebotes und damit zu Belastungen der Fahrgäste. Die Umwege und das zusätzliche Umsteigen für die RE7-Fahrgäste sei besonders ärgerlich, weil dort viele Reisende mit Gepäck unterwegs seien.

bsm