Nach dem Anschlag auf das Bürgerbüro des CDU-Abgeordneten Kurt Wansner wird nun auch der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß attackiert – allerdings lediglich verbal. Auf einer linken Internet-Plattform gestanden Unbekannte in der Nacht zu Dienstag in einem Schreiben zu dem Anschlag auf das CDU–Büro und drohten: „Rassisten wie Kurt Wansner seien hiermit gewarnt: Kreuzberg-Friedrichshain und weitere Bezirke und Stadtteile von Berlin erklären wir mit Wirkung vom 25.03.2014 12:00 Uhr zu einem Nicht-Geh-Gebiet für Hetzer wie Wansner oder Rechtsabweichler wie Jan Stöß.“
Gegenüber der Berliner Morgenpost sagte Jan Stöß dazu: „Ich sehe mich durch diese Äußerungen nicht bedroht, aber bestätigt.“ Der Berliner SPD-Landesvorsitzende hatte am Wochenende politisch motivierte Gewalttaten von Links- und Rechtsextremisten scharf verurteilt. In den vergangenen zwei Jahren habe es allein 22-mal SPD-Bürger- und Abgeordnetenbüros und Kreisgeschäftsstellen getroffen, schrieb Stöß im „Tagesspiegel“. „Der politische Irrsinn dieser Übergriffe wird schon dadurch deutlich, dass wir meist zunächst gar nicht wissen, ob es sich dabei um Angriffe von Neonazis oder eben sogenannten Autonomen handelt“, so Stöß.
Die Ermittlungen wegen des Anschlags auf Kurt Wansners Büro dauern unterdessen an. Am Wochenende war das Metallschild an der Hauswand des neu eröffneten Bürgerbüros in Friedrichshain abgerissen worden. Bereits im vergangenen Jahr wurden Farbbeutel an Wansners Haus geworfen. Der Berliner CDU-Politiker und Kreuzberger Abgeordnete Kurt Wansner stellt sich schon lange gegen das umstrittene Flüchtlingscamp am Oranienplatz.
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