25 Jahre Mauerfall

Lebensmüde Westberlinerin wird aus der Spree gerettet

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Eine Frau aus Westberlin, die offenbar mit Selbstmordabsichten in die Spree gesprungen ist, wurde von DDR-Grenzpolizisten am Reichstagufer in Tiergarten aus dem Wasser gerettet. Das wird am 25. März 1989 bekannt. Anhaltspunkte zu ihrer Identität hat die Polizei noch nicht. Nach Angaben von Zeugen hatte die Frau schwarze Haare und trug zum Zeitpunkt ihres Sprunges dunkle Kleidung.

Die Besatzung eines Ostberliner Patrouillenbootes zog sie in Sicherheit, anschließend wurde sie in ein Krankenhaus in Ostberlin gebracht. Nicht immer verlief so ein Vorfall glimpflich. An einigen Stellen in der Stadt gehörte die Spree in ganzer Breite zum DDR-Gebiet. Einige Menschen, darunter auch Kinder, die beim Spielen ins Wasser gefallen waren, wurden aus Angst vor den Schüssen der Grenzer nicht gerettet und ertranken.