Der SPD-Kreisverband Tempelhof-Schöneberg prüft Vorwürfe der Wahlmanipulation im Ortsverein Friedenau. Mehrere Mitglieder, darunter der Ortsvereinsvorsitzende Serge Embacher, hätten die Vorstands- und Kreisdelegiertenwahl angefochten, sagte der stellvertretende Kreischef Frank Zimmermann am Montag.
Zuvor hatte die „BZ“ berichtet, dass Adressen gefälscht worden seien, sodass Freunde von Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) als Delegierte gewählt werden konnten. Die Delegierten der Ortsvereine entscheiden Ende März über den neuen Kreisvorstand. Kolat wurde einstimmig als Kandidatin nominiert.
Angefochten würden nun aber nur die Wahlen von Vorstand und Delegierten, betonte Zimmermann. „Das hat keinen Einfluss auf die Nominierung von Frau Kolat.“ Auch wenn sich die Vorwürfe als berechtigt herausstellten, könne Kolat erneut zur Kreisvorsitzenden gewählt werden. Die Integrationssenatorin führt den Kreisverband seit 2004.
Kolat gilt als eine der einflussreichen Frauen in der SPD. Ihr werden Ambitionen auf eine mögliche Nachfolge des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) nachgesagt. Sie selbst hatte sich dazu in der Vergangenheit aber nicht geäußert.
dpa




