Ein Bewohner der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg ist am Mittwochabend niedergestochen worden. Bei dem Mann handele es sich um einen 24-Jährigen aus dem Tschad, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag. Er habe Verletzungen von einem Messer an einem Arm und einem Bein und werde im Krankenhaus versorgt. In Lebensgefahr schwebe der 24-Jährige aber nicht. Er wohne in der Schule, hieß es.
Wie berichtet war am Abend gegen 19.30 Uhr ein Mann mit Stichverletzungen vor der von Flüchtlingen bewohnten Schule gefunden worden. Die Polizei war am Mittwochabend mit ungefähr zwei Dutzend Einsatzkräften an der Schule. Anders als bei zurückliegenden Vorfällen haben Polizisten das Schulgebäude jedoch nach Angaben der Polizei nicht betreten und durchsucht. Dazu habe es keine Veranlassung gegeben, sagte der Sprecher.
Im Einsatz waren Hundeführer, Kriminalpolizei und zwei Einsatzhundertschaften. Insgesamt waren ungefähr 30 Beamte vor Ort. Sie sperrten das Schulgrundstück ab.
Zwei Mal waren bei Auseinandersetzungen im Umfeld der Schule bereits Männer mit Messerstichen verletzt worden. Die Hintergründe des aktuellen Vorfalls seien noch völlig unklar, so der Sprecher. Offenbar sei der Mann außerhalb des Gebäudes auf dem Gelände in einer Auseinandersetzung verletzt worden.
Am Abend hatten Zeugen berichtet, dass ein Mann durch ein Fenster der Schule gesprungen sei, um vermutlich vor einem Widersacher zu fliehen. Diese Angaben wurden bislang nicht von der Polizei bestätigt. Zeugen wollen auch einen zweiten Verletzten gesehen haben.
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