Gegen die am Mittwoch in Dresden festgenommenen sieben Täter habe die Berliner Staatsanwaltschaft am Donnerstagabend Haftbefehl wegen Einbruchdiebstahls erlassen, sagte ein Polizeisprecher.
Wie berichtet, hatten Beamte des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) aus Berlin offenbar die Bande gestellt, die mehrfach in Berlin mit gestohlenen Autos in Geschäfte gerast war und so Beute gemacht hatte.
Insgesamt sieben Täter waren so in der Nacht zu Mittwoch an einer vergleichbaren Tat im Elbe-Einkaufszentrum in Dresden beteiligt. Sie ahnten allerdings nicht, dass die für Observationen und gefährliche Zugriffe ausgebildeten Beamten nach intensiven Ermittlungen des Landeskriminalamtes bereits die benutzten Fahrzeuge verfolgten.
Die Festnahmen erfolgten nach Informationen der Berliner Morgenpost noch am Tatort.
Alle Tatverdächtigen stammen aus Reinickendorf
Die Dresdner Polizei bestätigte, dass nach dem Blitzeinbruch in einen "Media Markt" in dem an der Autobahn liegenden Einkaufszentrum sieben Personen festgenommen wurden. Die Täter waren mit dem Auto in den Elektrofachmarkt gefahren, drei von ihnen waren zunächst über die A 13 nach Cottbus geflüchtet, konnten aber kurz darauf gestellt werden.
Bei einem Täter wurde eine scharfe Schusswaffe mit 40 Schuss Munition und eine Schutzweste gefunden. Die Polizei spricht von sehr gefährlichen Tätern.
Wie die Berliner Morgenpost erfuhr, stammen alle sieben Tatverdächtigen aus Berlin-Reinickendorf. Zwei der mutmaßlichen Einbrecher sollen sogar zusammen in einem Haus gewohnt haben, ein weiterer festgenommener in derselben Straße.
Mehrere brachiale Einbrüche in Berlin
Den Festgenommenen werden laut einem Ermittler die Taten im "Alexa" und der "Zehlendorfer Welle" zugeordnet. In Berlin hatte es im vergangenen Jahr mehrere brachiale Einbrüche in Großgeschäfte und Fachmärkte gegeben.
Einen Tag vor Heiligabend hatten es die Täter auf den Apple Store am Kurfürstendamm abgesehen. Sie rasten mit einem gestohlenen Auto durch die großen Frontscheiben des Geschäftes und erbeuteten iPads, iPhones und Mac Books.
Nur wenige Tage zuvor hatten Blitzeinbrecher in einem Saturn-Elektronikmarkt zugeschlagen. Auch diesmal benutzten sie ein Auto, um gewaltsam in das Geschäft im Einkaufszentrum "Zehlendorfer Welle" an der Clayallee einzudringen. Die vier Täter durchbrachen mit einem Kleinwagen eine Glastür und ein Rolltor. Hinter einem etwa 15 Meter langen Korridor öffneten sie dann gewaltsam eine zweite Glastür. Im Verkaufsraum griffen sich die Einbrecher mehrere Mobiltelefone sowie Zubehör.
Einbrüche in Steglitz und Mitte
Davor hatte es Anfang Dezember einen Media-Markt im Einkaufszentrum "Alexa" in Mitte getroffen. Auch dort fuhren die Täter mit einem gestohlenen Auto mitten durch die Ladenfenster, schnappten sich ihre Beute und ließen das Fahrzeug zurück.
Im Oktober rasten wieder vier Männer in ein Juweliergeschäft an der Steglitzer Schloßstraße und erbeuteten hochwertigen Schmuck aus den Vitrinen. Im August wurde ein Pfandleihhaus in Steglitz demoliert, als die Einbrecher die Glasfront des Geschäftes mit einem Auto durchbrachen. Gestohlen wurden damals ebenfalls vor allem hochwertiger Schmuck und Uhren.
Ob diese Taten von den jetzt in Dresden festgenommenen Tätern verübt wurden, muss nun geklärt werden.
ag




