Drei Wochen nach dem Mord vor laufenden Kameras im Berliner Rockermilieu ist der Polizei ein weiterer Schlag gegen die Täter gelungen. Ein siebter verdächtiger Rocker wurde am Mittwoch von einem Spezialeinsatzkommando der Polizei festgenommen, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte.
Der 27-jährige Mann soll zu der Gruppe der 13 Rocker der Hells Angels gehören, die am 10. Januar in einen Wettspielladen in Wedding marschierte, wo einer von ihnen einen 26-jährigen Mann erschoss. Ermittelt wird wegen gemeinschaftlichen Mordes.
Vermummte Männer erschossen Tahir Ö. im Hinterzimmer
Bei der regelrechten Hinrichtung am 10. Januar 2014 war der 26 Jahre alte Tahir Ö. in einem Hinterzimmer des Wettbüros "Expect" an der Residenzstraße Ecke Hausotterstraße in Reinickendorf erschossen worden. 13 zum Teil vermummte Männer waren gegen 23 Uhr in das Wettbüro gestürmt und hatten Tahir Ö. in einem Hinterzimmer erschossen. Das Opfer saß an einem Spielautomaten, hatte aber offenbar mit einem Anschlag auf seine Person gerechnet. Aus Ermittlerkreisen hieß es, er habe eine Schusswaffe und eine schusssichere Weste getragen. Ö. erlag noch am Tatort seinen schweren Kopfverletzungen. Dem Schützen und seinen Komplizen gelang die Flucht.
Als Motiv für den Anschlag wird eine Bestrafung vermutet. Tahir Ö. soll Mitte Dezember vergangenen Jahres bei einem Streit vor einem Nachtclub einen Türsteher mit einem Messer verletzt haben. Der verletzte Mann soll ein Gefolgsmann des bereits verhafteten Rockerchefs Kadir P. sein.
dpa/BM/seg














