Zwei bis drei Zimmer mit Balkon innerhalb des S-Bahn-Rings – das sind einer Umfrage zufolge die gefragtesten Wohnungen auf dem Berliner Mietmarkt. Vor allem Wohnungen mit 60 bis 79 Quadratmetern werden gesucht, wie aus dem am Donnerstag vorgestellten Marktmonitor des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) hervorgeht. Dafür wurden 1,7 Millionen Datensätze des Internet-Wohnungsportals Immoscout24 ausgewertet.
In Berlin würden derzeit aber viel größere Wohnungen mit mehr als 100 Quadratmetern gebaut, sagte BBU-Vorstand Maren Kern. „Da haben wir Nachholbedarf.“ Eine Chance biete die Randbebauung des Tempelhofer Felds.
Aufgrund der hohen Nachfrage sind Wohnungssuchende bereit, auch etwas mehr zu zahlen - laut Wohnungsunternehmerverband deutlich über dem Mietspiegel. Bis zu 8,70 Euro nettokalt je Quadratmeter würden sie nach der Studie im Mittel für ihre Traummietwohnung zahlen, der aktuelle Durchschnitt im Berliner Mietspiegel beträgt 5,54 Euro.
Großes Interesse an Neukölln, Kreuzberg und Charlottenburg
Allerdings gibt es dabei große Unterschiede zwischen den einzelnen Lagen. So liegt die Mietzahlungsbereitschaft für Wohnungen innerhalb des S-Bahn-Rings und des Berliner Südwestens bei mehr als neun Euro pro Quadratmeter - am höchsten in Prenzlauer Berg bei 9,52 Euro. Dagegen würden die Berliner in Marzahn (7,86 Euro) und in Spandau (7,56 Euro) am wenigsten zahlen wollen, wie die Suchabfragen bei Immoscout24 zeigen.
Marzahn würde zusammen mit Hellersdorf und Hohenschönhausen auch am wenigsten bei dem Internet-Wohnungsportal nachgefragt. Ausweislich der Suchprofile besteht das größte Interesse an Wohnungen in den Altbezirken Neukölln, Kreuzberg und Charlottenburg.
Neben Lage und passender Wohnungsgröße ist der Wunsch nach einem Balkon bei den Wohnungssuchenden am größten, jeder fünfte Immoscout-Nutzer hat dies in seinem Suchprofil gespeichert. Balkonwohnungen sind dabei besonders in Randbezirken fast ein Muss - jeder Dritte macht dies dort zur Bedingung. Innerhalb des S-Bahn-Rings sind die Berliner eher bereit, eventuell darauf zu verzichten. Zumindest lassen die Suchenden sich auch andere Angebote anzeigen.
ap

![Eine jugendliche Reisegruppe verlässt mit Koffern und Taschen ein Servicebüro für die Vermietung von Appartments in der Behrenstraße in Berlin, aufgenommen am 15.07.2011. Viele zum Teil auch illegal vermietete Ferienwohnungen sorgen in der deutschen Hauptstadt für Ärger. Foto: Jens Kalaene dpa/lbn (zu dpa-KORR "Mietshaus statt Hotel - Ferienwohnungen ärgern Berlins Gastgewerbe" vom 18.07.2011) [ Rechtehinweis: Verwendung weltweit, usage worldwide ] Eine jugendliche Reisegruppe verlässt mit Koffern und Taschen ein Servicebüro für die Vermietung von Appartments in der Behrenstraße in Berlin, aufgenommen am 15.07.2011. Viele zum Teil auch illegal vermietete Ferienwohnungen sorgen in der deutschen Hauptstadt für Ärger. Foto: Jens Kalaene dpa/lbn (zu dpa-KORR "Mietshaus statt Hotel - Ferienwohnungen ärgern Berlins Gastgewerbe" vom 18.07.2011) [ Rechtehinweis: Verwendung weltweit, usage worldwide ]](https://img.sparknews.funkemedien.de/123681725/123681725_1423605493_v16_9_1200.jpeg)



