Elf Tiere sind über Weihnachten in diesem Jahr im Berliner Tierheim gelandet. Sechs Hunde, vier Katzen und eine kleine griechische Landschildkröte waren entweder entlaufen oder ausgesetzt worden, wie der Tierschutzverein Berlin am Donnerstag mitteilte. Manche Tiere konnten dank eines unter der Haut sitzenden Chips bereits wieder ihren Besitzern zugeordnet werden.
Ein Mitarbeiter des Tierheims entdeckte an Heiligabend zwei etwa vier Monate alte Katzenbabys in einem Bananenkarton direkt vor der Einrichtung in Falkenberg. Ein kranker Schäferhundmischlingswelpe wurde am selben Tag in Neukölln gefunden. Die Hündin hatte Durchfall, Fieber und einen Abszess und wird vermutlich die kommenden beiden Wochen in der Krankenstation des Tierheims verbringen. Die Schildkröte wurde in Rudow in einem Karton entdeckt. Einzige Beigabe: ein Salatblatt.
Statistik: Größte Hundefreunde in Reinickendorf
An Weihnachten 2012 waren 16 Tiere im Tierheim gelandet. Das Tierheim Berlin beherbergt derzeit rund 1370 Tiere, darunter gut 310 Hunde und fast 450 Katzen.
Die größten Hundefreunde Berlins leben in Reinickendorf. Dort kamen im vergangenen Jahr 42 Hunde auf 1000 Einwohner. Auch in Marzahn-Hellersdorf und Spandau sind die Vierbeiner mit je 40 Exemplaren pro 1000 Einwohner sehr beliebt, wie aus dem aktuellen Statistischen Jahrbuch hervorgeht. In Friedrichshain-Kreuzberg (16) und Mitte (17) sind gemessen an der Einwohnerzahl die wenigsten Hunde gemeldet.
Insgesamt waren rund 98.000 Hunde von rund 94.000 Haltern registriert. Für die Mehrzahl der Tiere (rund 93.000) muss eine Steuer gezahlt werden.
dpa/alu





