Sie sind komplett überholt, neu vergoldet und sollen ab Donnerstag nach fünf Jahren Stillstand endlich wieder die richtige Zeit anzeigen: Die vier Uhren am Alten Turm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche sind jetzt sogar mit Funk ausgestattet.

Sobald das Getriebe und die Elektronik angeschaltet werden, startet auch die neue Software dafür. „In Zukunft werden die Uhren also auf die Sekunde genau gehen“, sagt Projektleiter Jörg Körner vom Architekturbüro BASD, das die Sanierung des Denkmals leitet.

Zeiger und Zifferblätter wurden gerichtet und mit LED-Leuchtelementen ausgestattet. Eine schwergewichtige Arbeit, denn jedes der vier Zifferblätter ist fast 20 Quadratmeter groß, der große Zeiger misst mehr als drei Meter. Die Antriebswellen und ihre Lagerung sowie Teile der Antriebsmechanik wurden erneuert. Rund 100.000 Euro kostete alles zusammen. Beauftragt mit den Arbeiten war die Firma Korfhage aus Melle bei Osnabrück.

Turm soll im Frühjahr 2014 komplett saniert sein

„Wir freuen uns, dass jetzt neben dem Glockenspiel im Alten Turm auch die Turmuhren wieder anzeigen, was die Stunde geschlagen hat, und danken den Spendern, die dies ermöglicht haben. Solange es keinen schweren Frost gibt, werden auch die Steinsanierungsarbeiten fortgesetzt. Wenn der Winter vorbei ist, geht es mit dem Rückbau des Baugerüstes weiter“, freut sich Pfarrer Martin Germer.

Die rund 71 Meter hohe Turmruine ist noch 28 Meter hoch eingerüstet. Im Frühjahr soll sie fertig saniert sein. Der endgültige Termin hängt aber vom Verlauf des Winters ab.

bsm