Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat am Freitag der Prozess gegen zwei Jugendliche begonnen, die einen Familienvater mit einer Eisenstange ins Koma geprügelt haben sollen. Nach Angaben eines Verteidigers haben die Jungen im Alter von 16 und 17 Jahren die Tat „im Kern gestanden“. Nach der vor dem Berliner Landgericht von der Verteidigung verlesenen Erklärung bestreiten aber beide Misshandlungen mit einer Eisenstange.
Der 59-Jährige arbeitete in einem Café in der Utrechter Straße in Wedding, als die beiden Jungen in der Nacht zum 16. Juni 2013 in den Laden gestürmt sein sollen. Der Familienvater lag nach Angaben seines Anwalts nach dem Überfall im Koma auf der Intensivstation. Ein Auge ist erblindet. Bis heute sei der Mann „psychisch schwer angeschlagen“, erklärte der Anwalt des Nebenklägers am Rande des Prozesses.
Eine Entschuldigung werde der Berliner nicht annehmen. Er wolle es Gott und dem Gericht überlassen, was mit den Angeklagten geschehe, zitierte der Nebenklagevertreter seinen Mandanten. Die Jugendlichen wurden nach Angaben des Anwalts kurz nach der Tat mit der Beute gefasst. Den beiden Teenagern wird Raub und schwere Körperverletzung vorgeworfen. In dem Café sollen sie Geldspielautomaten aufgebrochen und 346 Euro erbeutet haben. Der Prozess soll bis Mitte Dezember dauern.
dpa/alu




