Unbekannte haben in der Nacht zum Montag den Auszahlungsautomaten des Jobcenter der Arbeitsagentur in der Kreuzberger Rudi-Dutschke-Straße gesprengt. Durch die Wucht der Explosion wurden auch die Fensterscheiben im Eingangsbereich zerstört.

Ein Wachmann auf der gegenüberliegenden Straßenseite hatte gegen 23.30 Uhr einen lauten Knall gehört und zwei Maskierte gesehen, die in unbekannte Richtung flüchteten.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatten die Täter zunächst ein Fenster aufgehebelt und dann im Vorraum einen Automaten gesprengt. Dieser diente dazu, Sozialhilfeempfängern in Ausnahmesituationen eine Beihilfe oder einen Vorschuss ihrer Leistungen auszuzahlen. Wie die Täter die Explosion auslösten, ist nicht bekannt. Vier Fensterscheiben lagen noch am Montagmittag zersplittert auf der Straße, drei weitere wurden beschädigt. Verletzt wurde niemand.

Nach Angaben der Polizei konnten die Täter die Geldkassette aus dem Automaten entnehmen. Welche Summe sich in dem Gerät befand, sei noch unklar. Das Jobcenter hatte die Geldkassette nach eigenen Angaben zuletzt Anfang November bestücken lassen. Pro Woche nutzten etwa drei bis fünf Berechtigte den Automaten.

Zusammenhang mit anderen Automaten-Sprengungen unklar

Ermittler prüfen, ob ein Zusammenhang zu der Serie von Sprengungen von Geldautomaten in Berlin besteht. Bislang gebe es jedoch hierfür keine Anhaltspunkte, so die Polizei.

In den vergangenen Monaten hat es in Berlin mehr als zehn Anschläge auf Geldautomaten von Kreditinstituten gegeben.

BM/dpa/ap