Mehr als eineinhalb Jahre nach einem brutalen Raubüberfall auf einen Schüler aus der Nachbarschaft haben zwei Angeklagte vor dem Berliner Landgericht geschwiegen. Die Verteidiger kündigten im Prozess am Donnerstag aber spätere Aussagen an.
Das Opfer musste mehrfach operiert werden. Aus Angst soll der 23-Jährige den Männern etwa 200 Euro gegeben haben.
Mit mehreren unbekannten Komplizen sollen die kräftig gebauten Angeklagten den schmächtigen Mann am 14. März 2012 in der Nähe seiner Wohnung im Stadtteil Hellersdorf attackiert haben. Die Gruppe habe mit Teleskopstangen und Würgehölzern auf den Schüler eingeschlagen, bis er zu Boden ging. Selbst dann haben die Täter laut Anklage nicht von ihrem Opfer abgelassen.
Die Verletzungen sind verheilt. Der Schüler spürt aber nach eigenen Angaben abends auf der Straße noch immer Unbehagen. Seiner Darstellung nach kam die Gruppe schnell auf ihn zu. Er habe noch versucht, sein Gesicht zu schützen.
Die Angeklagten kennt der 23-Jährige vom Sehen. „Ich weiß nicht genau, wer was gemacht hat und warum“, sagte der Zeuge im Prozess. Die Namen der Männer hatte er nicht sofort offenbart. Er habe nichts sagen wollen, damit nicht noch einmal etwas passiert.
dpa/sei




