Appell

Drohender Lehrerstreik - Jetzt machen Berlins Eltern Druck

Der Konflikt um die Bezahlung der angestellten Lehrer in Berlin spitzt sich zu. Nach mehreren Warnstreiks könnte nun erneut der Unterricht ausfallen. Dem Landeselternausschuss reicht es.

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Der Landeselternausschuss (LEA) hat an die GEW und den Berliner Senat appelliert, schnell zu einer Einigung über die Bezahlung angestellter Lehrer zu kommen. Es müsse wieder ein halbwegs normaler Unterrichtsbetrieb möglich sein, forderte die LEA-Vorsitzende Lieselotte Stockhausen-Doering am Freitag mit Blick auf drohende weitere Streiks.

Der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warf sie vor, Eltern in den Tarifkonflikt einbeziehen zu wollen. „Wir lassen uns nicht instrumentalisieren, noch unsere Kinder als Geisel nehmen“, erklärte Stockhausen-Doering.

Senat lehnt eigenständige Tarifverhandlungen ab

Der GEW-Landesbezirksvorstand wird voraussichtlich am kommenden Montagabend über weitere Arbeitsniederlegungen angestellter Lehrer entscheiden. „Auf gar keinen Fall darf während der Prüfungszeiten gestreikt werden“, forderte der Landeselternausschuss.

Zuletzt hatten rund 2000 angestellte Berliner Lehrer Ende Oktober einen Tag lang ihren Unterricht ausfallen lassen, um Tarifverhandlungen zu erzwingen. Aus Sicht des Senats sind tarifvertragliche Eingruppierungsregelungen aber ausschließlich Sache der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Deshalb lehnt er eigenständige Tarifverhandlungen mit der GEW Berlin ab.