Die Senatsverwaltung für Finanzen hat eine Finanzierungszusage für 60 zusätzliche Kältehilfe-Plätze im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gegeben, wie eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Soziales der Berliner Morgenpost auf Anfrage mitteilte. Die Plätze stehen für Flüchtlinge zur Verfügung, die seit rund einem Jahr in Zelten auf dem Oranienplatz (Kreuzberg) leben. Die Finanzierung in einer Gesamthöhe von 136.000 Euro sichert die Plätze bis Ende März. Das ist die übliche Frist im Rahmen der Kältehilfe, wie sie auch für die Betreuung von Obdachlosen gilt.
Ein Haus für die in einer Zeltstadt campierenden Flüchtlinge vom Oranienplatz haben Senat und der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg noch nicht gefunden. „Beide Verwaltungen arbeiten an einer Lösung“, sagte die Sprecherin von Sozialsenator Mario Czaja (CDU), Franciska Obermeyer, am Freitag. Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) bestätigte die gemeinsamen Anstrengungen.
Zwei Gebäude vorgeschlagen
Derzeit werden zwei Gebäude auf ihre Eignung überprüft. BezirksbürgermeisterinHerrmann (Grüne) hatte eine leer stehende ehemalige Polizeiwache an der Friedenstraße in Friedrichshain vorgeschlagen. Sie hat Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) gebeten, diese Immobilie aus dem Liegenschaftsfonds an den Bezirk zurück zu übertragen.
Das zweite Gebäude ist eine Liegenschaft im Privatbesitz, die der Senatssozialverwaltung angeboten wurde. Die Anschrift teilte Sozialsenator Mario Czaja (CDU) mit Rücksicht auf den Eigentümer nicht mit.
Wenn ein Haus mit rund 60 Plätzen für die Flüchtlinge gefunden ist, soll das Camp am Oranienplatz aufgelöst werden.
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