Hellersdorf

Spenden-Pakete kommen per Menschenkette ins Flüchtlingsheim

Hunderte Bürger haben Sachspenden wie Kleidung oder Kinderwagen in das Hellersdorfer Flüchtlingsheim gebracht: Vom Cottbusser Platz aus bildeten sie eine Menschenkette und reichten rund 200 Pakete .

Foto: Florian Schuh / dpa

Mehr als 250 Bürger haben am Sonnabend über eine Menschenkette Spendenpakete zu dem neuen Flüchtlingsheim in Berlin-Hellersdorf transportiert. Damit wollte die Initiative „Hellersdorf hilft“ sich solidarisch mit den Flüchtlingen zeigen und andere ermutigen, sich für Menschen in Not einzusetzen. In den Paketen seien vor allem Kleidung, Küchenutensilien und Spielzeug gewesen, sagte der Sprecher der Gruppe, Stephan Jung. Auch einige größere Gegenstände wie Kinderwagen oder Fahrräder wurden über die Kette vom Cottbusser Platz aus in Richtung Flüchtlingsheim gereicht. Insgesamt seien rund 200 Umzugskartons mit Spenden zusammengekommen.

Seit Monaten gibt es Streit um das neu eingerichtete Flüchtlingsheim an der Carola-Neher-Straße in Hellersdorf, die vor allem aus Syrien und Afghanistan nach Deutschland gekommen sind. Die rechtsextreme NPD protestierte dagegen und machte Stimmung unter den Anwohnern. Andere Bürger und linke Gruppen gingen wiederum dagegen auf die Straße. Dabei kam es auch zu Auseinandersetzungen zwischen beiden Seiten.

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