Bei dem Polizeibeamten, gegen den wegen schweren sexuellen Missbrauchs von zwei Kindern und einem Jugendlichen ermittelt wird, könnte es sich um einen Wiederholungstäter handeln.

Wie jetzt bekannt wurde, hatte es bereits vor Jahren ein Ermittlungsverfahren wegen ähnlicher Vorwürfe gegen den Mann gegeben. Wie die Berliner Staatsanwaltschaft am Freitag bestätigte, wurde gegen den heute 52 Jahre alten Polizisten bereits im Jahr 2005 ermittelt. Auch damals bestanden Verdachtsmomente, die auf den sexuellen Missbrauch von Kindern hindeuteten.

Diese Ermittlungen konnten dies offenbar nicht zweifelsfrei erhärten. „Es kam nicht zu einer Verurteilung“, sagte Martin Steltner, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Nach Informationen dieser Zeitung sollen in dem damaligen Fall während der Ermittlungen Belastungszeugen ihre Aussagen zurückgezogen beziehungsweise revidiert haben.

Die intensiven Ermittlungen der Polizei in eigenen Reihen gegen den Beamten des Abschnitts 42 in Schöneberg dauern unvermindert an.

Wie berichtet, wurde der Polizist am Donnerstag vom Dienst suspendiert. Bei Durchsuchungen der Privatwohnung und der Dienststelle waren Computer und mehrere CDs sichergestellt worden. Die Datenträger werden derzeit ausgewertet, um auch den Verdacht der Nutzung und Verbreitung von kinderpornografischem Material aufzuklären.

Erziehungsberechtigte eines der Opfer hatten den 52-Jährigen am späten Mittwochabend angezeigt.