Als Konsequenz aus der Flucht eines Patienten aus dem Maßregelvollzug in Berlin hat die Aufsichtsbehörde die Sicherheitsbestimmungen geändert. Patienten des betroffenen Krankenhauses in Reinickendorf erhalten künftig erst an den Pforten die Ausgangsscheine im Original, wie eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales am Mittwoch mitteilte.

Zudem müssten die Papiere dort von sofort an mit einer zuvor von der Station gefaxten Kopie verglichen werden. Außerdem würden die Patienten jetzt zu den Pforten gebracht und den dortigen Mitarbeitern übergeben.

Hintergrund der Maßnahme ist die Flucht eines 52 Jahre alten Mannes. Als gegen ihn Missbrauchsvorwürfe bekannt wurden, war er mit Hilfe eines manipulierten Ausgangsscheins aus dem Krankenhaus geflohen. Inzwischen ist er wieder gefasst. Er soll bei Ausgängen ein 13-jähriges Mädchen aus Cottbus missbraucht und vergewaltigt haben.

dpa/alu