Die Berliner Polizei hat bereits erste Hinweise auf die Täter des versuchten Einbruchs in eine Filiale der Deutschen Bank an der Prinzenallee im Ortsteil Gesundbrunnen. Diese könnten die Ermittler in absehbarer Zeit zu den Tätern führen.
Die Auswertung der seit Montag geführten Gespräche mit den Anwohnern des Wohnhauses, in dem die Filiale ihren Sitz hat, steht allerdings noch aus. Ein Sprecher der Polizei sagt, dass jeder Hinweis auf verdächtige Personen, die das Gebäude betreten haben, wichtig sei. „Auch Geräusche, die durch die Arbeiten im Keller verursacht wurden oder von den Tätern auf dem Hof abgestellte Fahrzeuge sind von Belang“, so der Sprecher.
Die Riesenbohrmaschine, die von den Tätern genutzt wurde, ist gestohlen. Das haben die Ermittlungen bereits eindeutig ergeben. Demnach hatte bereits im Mai 2012 eine in Tempelhof ansässige Baufirma die Spezialbohrmaschine als gestohlen gemeldet. Da das Gerät etwa 100 Kilogramm schwer ist, gehen die Ermittler davon aus, dass der Antransport der Maschine Anwohnern aufgefallen sein muss. Wahrscheinlich habe das dafür genutzte Fahrzeug auf dem Hof geparkt, heißt es. Denn nur von dort sei der Zugang zum Keller möglich.
Ein weiterer Anhaltspunkt für die Ermittler ist der angemietete Kellerverschlag. Derzeit werde geprüft, auf welchen Mieter der Kellerverschlag zugelassen ist, so die Polizei. Der Keller verfügt über drei Zugänge.
Auch die Montage der Maschine an der zu durchbohrenden Wand könnte markante Baugeräusche verursacht haben, die wahrscheinlich im gesamten Wohnhaus zu hören waren.
Täter konnten unerkannt fliehen
Am Sonntagabend war der versuchte Bankeinbruch in Gesundbrunnen entdeckt worden. Im Keller des Wohnhauses an der Prinzenallee 1/Ecke Badstraße hatten die Einbrecher ein rund 50 Zentimeter großes Loch zur benachbarten Bankfiliale gebohrt. Nachdem sich der Bohrer nach knapp einer Stunde durch die Betonwand gefressen hatte, lösten offenbar die Erschütterungen den Alarm aus.
Der Tatort:
Und während Polizei und ein Sicherheitsdienst auf dem Weg zum Tatort waren, gelang es den Tätern, unerkannt aus dem Keller des Wohnhauses zu flüchten. Sie mussten allerdings unverrichteter Dinge davon laufen. Erst nachdem die Beamten den Tresorraum der Bank inspiziert hatten, stellten sie eine kreisrunden Schlitz in der Außenwand fest und konnten wenig später den Tatort im benachbarten Kellerverschlag in Augenschein nehmen.
Ein ähnlicher Fall hatte Anfang 2013 für Aufsehen gesorgt. Damals hatten die Täter in Steglitz einen 45 Meter langen Tunnel angelegt. Dieser führte von einer Tiefgarage in einem Wohnhaus unter einer Autoparkfläche hindurch zum Tresorraum einer Bank an der Wrangelstraße. Mehr als 300 Schließfächer hatten die Diebe aufgebrochen. Es gelang ihnen, mit der Beute zu flüchten. Auch sie hatten mit einem Spezialbohrer gearbeitet. Die Polizei prüft einen Zusammenhang mit dem jüngsten Fall.
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