Die beim versuchten Bankeinbruch im Berliner Ortsteil Gesundbrunnen benutzte Riesenbohrmaschine ist laut Polizei zuvor gestohlen worden. Unbekannte hätten das etwa 100 Kilogramm schwere Gerät im Mai 2012 bei einer Firma in Tempelhof entwendet, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Einzelheiten nannte er nicht.
Geprüft würden mehrere Hinweise zum missglückten Bankeinbruch in eine Filiale der Deutschen Bank. Ein Zusammenhang mit dem großen Tunnel-Raub vom Januar 2013 in Steglitz sei nicht auszuschließen, hieß es.
Am Sonntagabend war der missglückte Bankeinbruch an der Prinzenallee aufgeflogen. Die Täter hatten im Keller eines Mietshauses ein rund 50 Zentimeter großes Loch zur benachbarten Bankfiliale gebohrt – und Alarm ausgelöst. Sie flüchteten.
Der Tatort:
In Steglitz hatten Unbekannte über Monate einen 45 Meter langen Tunnel in den Tresorraum einer Bank gebohrt und mehr als 300 Schließfächer ausgeräumt.
Die Ermittler befragen in Gesundbrunnen nun Mieter des Mehrfamilienhauses, Nutzer der Keller und Hausmeister, wie der Polizeisprecher sagte. Es sei derzeit nicht klar, wer den Verschlag am Tatort gemietet und wer ihn genutzt habe. Der Keller habe drei Zugänge.
Vor allem sind die Ermittler an Hinweisen interessiert, ob Zeugen gesehen haben, wie jemand die Bohrmaschine in den Keller transportiert hat. „Dafür benötigt man mindestens zwei Personen“, sagte ein Polizeisprecher.
Geprüft werde auch, ob die Täter ein Bankschließfach angemietet haben – so wie es in Steglitz der Fall war. Anders als dort sei aber nicht davon auszugehen, dass sie für die unterirdischen Bohrarbeiten mehrere Monate gebraucht hätten.
dpa/sei










