Berlin-Mitte

Provokante Musiker und Publikum legen sich mit Polizei an

Zwei Musiker der Band Guaia Guaia haben in der Nacht in Berlin-Mitte spontan ein Konzert gegeben. Als die Polizei eingreifen wollte, lehnte sich das Publikum auf und reagierte mit einer Sitzblockade.

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Zwei 23 Jahre alte Musiker der Band Guaia Guaia und einige ihrer rund hundert Konzertgäste haben sich in Berlin-Mitte mit der Polizei angelegt. Anwohner hätten die Beamten in der Nacht zum Freitag wegen des Lärms zum Rosa-Luxemburg-Platz gerufen, teilte die Polizei mit.

Die Band hatte nach der Premiere ihres Films "Unplugged: Leben Guaia Guaia" am späten Donnerstagabend noch ein Konzert vor dem Kino Babylon in Berlin gegeben.

Doch die beiden Musiker weigerten sich den Angaben zufolge, ihre Namen zu nennen und ihre Personalien herauszurücken. Als die Polizisten einen der Männer zu ihrem Auto führen wollten, stellten sich ihnen bis zu 50 der Zuhörer in den Weg.

Publikum versucht mit Sitzblockade Polizei zu hindern

Einige von ihnen versuchten dann laut Darstellung der Polizei, die Abfahrt der Beamten und der beiden jungen Männer mit einer Sitzblockade zu verhindern. Insgesamt seien etwa 40 Polizisten im Einsatz gewesen, sagte ein Sprecher.

Schließlich wurden die Musiker aber doch zur Wache gebracht und ihre Personalien geklärt. Danach durften sie wieder gehen, müssen sich aber auf ein Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten einstellen. Außerdem werde wegen Landfriedensbruch und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt, hieß es.

Der Film über die Band dokumentiert auch, wie die Musiker immer wieder mit der Staatsgewalt aneinander geraten und solche Situationen regelmäßig provozieren – was offenbar zum „Gesamtkonzept“ der beiden Musiker gehört.