Wegen Doppelmordes an zwei Rentnerinnen ist ein Mann am Mittwoch vom Berliner Landgericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
Der 40 Jahre alte Mustafa S. tötete die Frauen nach Überzeugung des Gerichts, weil er Geld für seine Spielsucht benötigte.
Im August 2010 wurde eine 82-Jährige aus Wilmersdorf umgebracht und um 700 Euro beraubt. Im Februar 2012 starb eine 85 Jahre alte Seniorin. Der Täter entkam mit Schmuck und etwa 2000 Euro. Beide Frauen kamen durch einen Unterarmwürgegriff ums Leben.
Das Gericht sprach von einer „abscheulichen Straftat gegenüber hilflosen, alten Damen“. Der Mann hatte Tötungsabsichten bestritten.
Eine der Frauen hatte der Arbeiter gekannt. Sie habe abgelehnt, ihm einen Kredit zu geben. Deshalb habe der Berliner sie laut Urteil aus Verärgerung gewürgt. Zudem habe der Mann befürchten müssen, die Seniorin würde ihn anzeigen.
Bei der anderen Rentnerin hatte er sich als vermeintlicher Handwerker Zutritt zu ihrer Wohnung erschlichen.
DNA-Spuren führten zum Tatverdächtigen
Der Täter war Ende Februar 2012 festgenommen worden. Laut Gericht führten DNA-Spuren, die beim zweiten Opfer sichergestellt wurden, zu Mustafa S.
Sein genetischer Fingerabdruck war bei den Ermittlungsbehörden bereits gespeichert. Er wurde schon viermal zu Geldstrafen verurteilt, so wegen Hehlerei und Verstößen gegen das Waffengesetz.
dpa/sei




