Friedrichshain

An der Spree gibt es bald auch eine West Side Gallery

Ab Juli kommen für mehrere Monate Panoramafotos auf die Rückseite der East Side Gallery. Weil das Geld nicht ausreicht, sind die Macher auf Spenden angewiesen. Protest kommt von unerwarteter Seite.

Foto: Reto Klar

Die West Side Gallery soll im Juli eröffnen. Auf die Rückseite der East Side Gallery in Friedrichshain werden Panoramafotos von Kai Wiedenhöfer geklebt.

„Wall on Wall“ heißt die Ausstellung, die für mehrere Monate zu sehen sein wird. Sie zeigt sieben internationale Grenzregionen, die der Künstler seit 2006 fotografiert hat.

Alle Genehmigungen für die Ausstellung seien erteilt, sagte die Kulturstadträtin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann (Grüne). Insgesamt 36 Bilder sollen auf die Rückseite der früheren Hinterlandmauer geklebt werden.

Geld muss bis Juli ausgegeben werden

Aus EU-Mitteln stehe Geld für das Projekt zur Verfügung, sagte Kai Wiedenhöfer. Es müsse bis Mitte Juli ausgegeben werden. Doch diese Mittel reichen nicht aus.

Deshalb will Wiedenhöfer auf der Website www.wall-on-wall.org zu Spenden aufrufen. Das Bezirksamt arbeitet unterdessen an einem Konzept für die folgenden Ausstellungen an der West Side Gallery.

Protest kommt von Kani Alavi, dem Vorsitzenden der Künstlerinitiative East Side Gallery. „Die Rückseite muss weiß bleiben“, fordert er.

Auch der CDU-Abgeordnete Michael Braun ist gegen die West Side Gallery: „Wir werden sie zum Thema im Abgeordnetenhaus machen.“