Das Schwule Museum in Berlin meldet sich an neuer Adresse zurück: Mit einem Festakt wird das Museum an diesem Freitagabend in einer ehemaligen Druckerei am Lützowplatz im Berliner Ortsteil Tiergarten eröffnet. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) würdigt den neuen Standort bereits als „Meilenstein für die Tradition homosexueller Kulturgeschichte in Berlin“.
Das weltweit einzigartige Haus mit seiner Sammlung zur Geschichte homosexueller Frauen und Männer sei ein Aushängeschild, sagte Wowereit. Bei der Durchsetzung der Ächtung homophober Gewalt seien Fortschritte erzielt worden, erklärte der Regierungschef weiter. „Aber das Ziel ist noch lange nicht erreicht.“
Bislang hatte das 1985 gegründete Museum in einem Hinterhof in Kreuzberg seinen Sitz.
Künftig gibt es drei Ebenen und 1600 Quadratmeter mit Platz für wechselnde Ausstellungen. Zum Auftaktprogramm gehört eine Schau mit frühen Arbeiten des bildenden Künstlers Jochen Hass. Die Dauerausstellung wird derzeit neu organisiert.
Das bis vor wenigen Wochen am Kreuzberger Mehringdamm ansässige Museum wurde 1985 gegründet und wird jährlich von 18.000 Menschen besucht. Aufgrund des Umzugs in neue Räume einer ehemaligen Druckerei in der Lützowstraße im Stadtteil Tiergarten konnte seine Fläche auf 1600 Quadratmeter verdoppelt werden.
dpa/sh




