Nach dem Tod eines Babys durch ein Morphium-Pflaster im Berliner Bezirk Spandau hat die Kripo die Ermittlungen ausgeweitet. Der acht Monate alte Junge hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein mit Morphium getränktes Pflaster in der Speiseröhre.
Diese Pflaster werden auch von Schmerzpatienten benutzt; die Vormieterin war eine solche. „Nach der überraschenden Wende ermitteln wir wegen fahrlässiger Tötung umfassend. Dabei haben wir auch die Vormieterin zum Tatvorwurf vernommen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Martin Steltner am Dienstag.
Der Lebensgefährte der Mutter war festgenommen worden, ist aber mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Er schweigt zum Sachverhalt. Der kleine Junge war Ende April leblos von Rettern gefunden worden. Es sei nicht auszuschließen, dass der Junge das Pflaster gefunden und es sich in den Mund gesteckt habe, hieß es.
dpa/ap




