Seit einer Woche steht der Spandauer Sebastian P. wegen versuchten Mordes vor Gericht. Der 28-Jährige soll im Oktober 2012 in Berlin-Schöneberg aus heiterem Himmel zwei Schüsse auf eine Personengruppe abgegeben haben, durch die ein 22-Jähriger schwer verletzt wurde. Dem Opfer droht eine Querschnittslähmung.

Nach anfänglichem Schweigen hat sich der Angeklagte am Montag zu den Vorwürfen geäußert. Die Schüsse gestand er, bestritt allerdings, absichtlich abgedrückt zu haben.

Sebastian P. räumte ein, er habe aus Frust und Verärgerung über seine Freundin zunächst Alkohol und Drogen konsumiert und sei dann in Schöneberg unterwegs gewesen. Vieles habe er aufgrund seines Zustandes gar nicht mitbekommen, könne sich aber noch an einen Streit mit einer Gruppe junger Männer erinnern.

Danach habe er seine Waffe gezogen und abgedrückt. Den ersten Schuss habe er bewusst in die Luft gefeuert. Auch der zweite Schuss sollte in die Luft gehen, er habe sich aber bereits gelöst, während er die Waffe noch nach oben zog, erklärte der 28-Jährige dem Richter.

Seine Waffe habe er sich nach der Eröffnung seines Lokals zugelegt, sagte P. Er bedauere die Tat und beabsichtige, den Erlös aus dem bevorstehenden Verkauf des Lokals vollständig dem Opfer zukommen zu lassen.

Der Prozess wird fortgesetzt.

hhn