Ermittlungen

Berliner Polizei findet mögliche Tatwaffe im Fall Burak B.

Der 22 Jahre alte Burak B. war vor einem Jahr in Berlin-Neukölln auf der Straße erschossen worden. Bislang gab es keinerlei Spuren zu möglichen Tätern. Das könnte sich nun ändern.

Im Fall des vor einem Jahr ermordeten Burak B. gibt es möglicherweise eine Spur. Ein 28-Jähriger hat Ermittler vor einigen Tagen zur einer Waffe geführt, die dem Typ der Tatwaffe im Fall Burak B. entspricht.

„Deshalb wird nun geprüft, ob es sich um die gleiche Waffe handelt“, sagte Martin Steltner, Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, am Montag. Wann mit einem Ergebnis zu rechnen sei, stehe noch nicht fest. Die „Bild“-Zeitung hatte von dem Hinweis auf die Waffe berichtet.

Gegen den 28-Jährigen wird in einem anderen Zusammenhang ermittelt. Er soll am 6. Oktober 2012 im Berliner Ortsteil Schöneberg auf eine Gruppe Menschen geschossen haben. Dabei erlitt ein junger Mann schwere Verletzungen an der Wirbelsäule. Der Grund sei Frust über einen Streit mit seiner Freundin gewesen, gab der Mann an. Gegen Sebastian P. beginnt an diesem Mittwoch ein Prozess wegen versuchten Mordes. Sein Opfer ist seither querschnittsgelähmt.

Burak B. (22) war am 5. April 2012 in Berlin-Neukölln erschossen worden. Ein Unbekannter hatte das Feuer auf insgesamt fünf junge Männer eröffnet. Burak starb, zwei weitere Männer wurden lebensgefährlich verletzt. Von dem Täter fehlt bisher jede Spur.