Kurz vor dem 1. Mai sieht sich die Berliner Staatsanwaltschaft gut vorbereitet. Rund zehn Staatsanwälte werden rund um den Feiertag im Einsatz sein, sagte Sprecher Martin Steltner. „Wir halten uns bereit, um die strafrechtliche Verfolgung von Randalierern effektiv zu gewährleisten.“ Haftbefehle sollten schnell beantragt werden.

Nach Gewaltausbrüchen am 1. Mai sowie in der Walpurgisnacht 2012 wurden laut Staatsanwaltschaft 82 Anklagen erhoben. Die Vorwürfe waren zumeist schwerer Landfriedensbruch, Körperverletzung oder Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Ein Großteil der Prozesse endete zumeist mit Bewährungs- und Geldstrafen.

Polizei setzt Doppelstrategie fort

An den beiden Tagen waren im Vorjahr 123 Störer festgenommen worden. 124 Polizisten erlitten Verletzungen – die meisten durch Stein- und Flaschenwürfe. Trotz der Gewaltausbrüche war es rund um den 1. Mai nach Einschätzung der Polizei so friedlich wie seit Jahren nicht mehr.

Die Polizei hat für den diesjährigen 1. Mai angekündigt, ihre Doppelstrategie fortzusetzen. Demnach halten sich die Beamten zurück, solange es friedlich zugeht. Gewalt werde aber konsequent entgegengetreten, hatte der neue Polizeipräsident Klaus Kandt angekündigt. Zugleich versicherte er: „Von der Polizei geht keine Gewalt, keine Aggression aus.“

dpa/oje